Zur Nachahmung empfohlen: Puma berechnet eigene Umweltbelastung
Der Sportartikel-Hersteller Puma veröffentlicht die durch die eigene Produktion verursachten Umweltschäden und überrascht damit seine Mitbewerber. (Bildnachweis: pixelio.de, Axel Hoffmann)
Der Sportartikel-Hersteller Puma veröffentlicht die durch die eigene Produktion verursachten Umweltschäden und überrascht damit seine Mitbewerber.
Beim Deutschen Nachhaltigkeitstag im Dezember 2010, dessen Initiative die AGEV als institutioneller Partner begleitet, hatte Puma-Chef Jochen Zeitz noch einen der Hauptpreise für nachhaltiges Wirtschaften abgeräumt und glaubwürdige Statements zu dem oft von Greenwashing überlagerten Thema geäußert. Jetzt hat er nachgelegt und genau ausrechnen lassen, wie die Produktion von Schuhen, Textilien und Accessoires die Umwelt und das Klima beeinträchtigt.
Puma beziffert seinen Naturverbrauch auf knapp 100 Millionen Euro pro Jahr. So angreifbar diese Zahl auch sein mag, sie setzt zunächst mal ein Maß. Und Puma will weitergehen und die anteiligen Kosten irgendwann auf die Produkte umrechnen. Dann kann der Kunde entscheiden, ob er das billigere oder das schonendere Produkt erwirbt.
Auch der amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical will in den nächsten fünf Jahren seine erste monetäre Umweltbilanz veröffentlichen. Das Schwierige und Innovative daran ist, die Natureffekte mit Geld zu unterlegen.Andere namhafte Unternehmen, die sich Puma zufolge für deren Bewertungssystem interessieren, haben noch Angst vor der eigenen Courage, weil die Veröffentlichung des Grades der Umweltbelastung natürlich auch ein Eigentor werden kann.
Die 94 Millionen, mit denen Puma nach der Berechnung von Pricewaterhouse Cooper die Umwelt schädigt, fallen je zur Hälfte beim Wasserverbrauch und beim CO2-Ausstoß an. Typischerweise entfällt der Löwenanteil auf die Lieferanten und vorstufigen Produzenten, während Puma selbst nur für 7 Mio. Schäden verursacht.
Diese Bewertung der ganzen Wertschöpfungskette ist ambitioniert und aufwendig, macht aber erst solche Berechnungen sinnvoll und vergleichbar. Je früher ein Unternehmen damit beginnt, desto eher lässt sich daraus ein Wettbewerbsvorteil entwickeln.
Wenn Sie Interesse an der Einführung von Gesamt-Umweltbilanzen für Ihr Unternehmen haben, rufen Sie uns zur Unterstützung gern an. Wir werden das Thema weiter verfolgen und inhaltlich ausbauen.
Social-Media-Nutzen für kleine Unternehmen und Freiberufler
Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google+ liegen im Trend und verzeichnen weltweit steigende Benutzerzahlen. Auch immer mehr kleine Unternehmen und Freiberufler wagen den Schritt. Doch welcher reale Nutzwert ergibt sich aus der Onlineaktivität?
Dieser Frage wollen wir bei einer Podiumsdiskussion nachgehen und laden dazu alle AGEV-Mitglieder zu unserem nächsten Unternehmertreff ein, den wir diesmal gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn veranstalten wollen.

Diesmal unter anderem:
- Kommt die Rentenver-
sicherungspflicht für
Selbstständige?
- Kampf dem Dokumenten-
chaos
- Erfolgreicher Einsatz von
Social Media in der Praxis
Umfrage zur "Altersarmut bei Selbstständigen"
(Zur Teilnahme bitte auf den Link klicken.)
Für alle, die die AGEV-
Themen näher kennenlernen und überhaupt immer auf dem Laufenden sein wollen:
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Auch in diesem Jahr findet wieder der Wettbewerb zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis statt. Infos dazu finden Sie hier:
Nachhaltigkeitstag
Keine Pflichtversicherung für Selbstständige
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales prüft im Rahmen seines Projektes "Rentendialog" auch die Versicherungspflicht für Selbstständige, um potenzieller Altersarmut vorzubeugen. Gut gemeint, aber teuflisch im Detail.
Die AGEV hat daher diese Stellungnahme an die Beteiligten geschickt und veröffentlicht.
GEZ-Novelle
Im Interesse ihrer Mitglieder hat die AGEV auf die Nachteile des 15. Rundfunk-änderungsstaatsvertrags aufmerksam gemacht und die Politiker haben geantwortet. Weiterlesen
Ressourceneffizienz vervielfachen!
Die größte technische Innovationsgeschichte war die industrielle Revolution: In 150 Jahren wurde die Arbeitsproduktivität etwa verzwanzigfacht. Das hat uns riesigen Wohlstand gebracht, allerdings auch Überkonsum stimuliert.
Das heutige Problem heißt Klimastabilisierung und Ressourcenschonung. Die Antwort darauf könnte heißen: Verzwanzigfachung der Ressourcenproduktivität, mittelfristig vielleicht eine Verfünffachung.
Das kriegen wir aber nur hin, wenn wir von der industriellen Revolution lernen: die Verzwanzigfachung der Arbeitsproduktivität wäre undenkbar gewesen, wenn die Stundenlöhne nicht etwa im gleichen Umfang gestiegen wären. Ressourcen aber wurden 200 Jahre lang immer billiger. Wenn wir Energie und andere Ressourcen jedes Jahr um gerade so viel Prozent teurer machen, wie ihre Produktivität im Vorjahr gestiegen ist, erreichen wir in ca. 40 Jahren die Verfünffachung und in 100 Jahren vielleicht die Verzwanzigfachung. Praktisch alle heute sichtbaren Umwelt- und Klimaprobleme wären gelöst!
Ein Zwischenruf von Professor Dr. Ernst Ulrich von WeizsäckerRechner für alle Lebenslagen
Die Seite zinsen-berechnen.de bietet eine Fülle von mächtigen kleinen Rechenprogrammen, die für Kredit- und Rendite-berechnungen aller Art Hilfestellung leisten. Die umfangreiche Werbung nervt etwas, aber abgesehen davon eine sehr nützliche Seite, die für den vielen Unsinn im Netz entschädigt.
Ungarn ohne Wald
Nach Angaben der Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO) beträgt der jährliche Verlust an Waldfläche weltweit seit 1990 über 9 Millionen Hektar pro Jahr.
Das entspricht etwa der Größe Ungarn oder Portugals.



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