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18.06.2012

IT-Luftblasen des Jahres 2012

Nicht jede Technologie, die von Branchenkennern und Analysten als zukunftsweisende Errungenschaft gepriesen wird, kann sich auch durchsetzen. Die Personalagentur und Projektbörse für IT und Engineering, „GULP“, hat gefragt, welche zehn vorhergesagten Trends wohl wie eine Seifenblase platzen werden. (Bildnachweis: iStockphoto)

Die Trends, die von den Analyseunternehmen Gartner, Forrester, IDC und dem deutschen Branchenverband BITKOM ausgerufen wurden, beurteilten 459 IT-/Engineering-Freiberufler, Projektanbieter und Einkäufer aus Deutschland und der Schweiz. Als den größten Flop beurteilen die Befragten die Verwaltung der Vielfalt an Tablets. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner prognostiziert für 2012 einen weltweiten Absatz von knapp 119 Millionen Tablet-PCs. Doch findet das Wachstum zum großen Teil im Endverbrauchermarkt statt. Der massenhafte Einzug von Tablet-PCs in Unternehmen hat bisher nicht stattgefunden. Eine damit verbundene Verwaltung von Tablet-PCs und ihren Anwendungen kommt erst in den kommenden Jahren auf IT-Mitarbeiter zu.

Als weitere große Blase sehen fast 61 Prozent das Internet der Dinge, bei dem Gegenstände via Sensoren mit dem Internet kommunizieren. Ein Beispiel für die Technik ist die Near Field Communication (NFC), wo Daten kontaktlos übertragen werden, etwa zwischen EC-Karte und Kassensystem oder Handy und Ticketautomat. Auch wenn es bereits erste Pilotprojekte gibt: Bis sich der Trend auf breiter Front durchsetzt, wird es noch dauern.

Ein wahrer Trend sind energiesparende Server: 73 Prozent nehmen die Entwicklungen auf diesem Gebiet sehr ernst. Auch beim Thema Cloud Computing und mobilzentrierte Schnittstellen, die auf Berührung, Gesten, Stimme und Video reagieren, sind die Befragten der Auffassung: ein Top-Trend. So wie die IT-Entscheider sieht auch Analyst Gartner das Ende für User-Interface mit Fenstern und Icons zugunsten von mobilen Webtechnologien. Auch beim Cloud Computing unterstützen die Erwartungen von BITKOM, die der Befragten: Bis zum Jahr 2015 soll allein in Deutschland der Umsatz mit Cloud-Services für Privat- und Geschäftskunden auf rund 13 Milliarden Euro steigen.

„Unternehmen sollten Trends nicht verschlafen“, so Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP. „Wer in neue Technologien investiert, steigert seine Wettbewerbsfähigkeit und spart im Idealfall Kosten. Wer aber in Luftblasen anlegt, die aktuell als Hype gelten, aber in einem Jahr wieder verschwunden sind, vergeudet sein Geld. Für Freiberufler gilt Ähnliches: Wer sich früh Wissen in einem neu aufkommenden IT-Bereich aneignet, sichert sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Selbstständigen. Wer sich dagegen auf einen Hype konzentriert, der sich in Unternehmen nicht durchsetzen kann, hat umsonst Zeit und Geld in seine Weiterbildung gesteckt.“

Genauere Informationen zu den Trends und Flops gibt es online.

Quelle: GULP



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Ein Zwischenruf von Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker



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