Sicher online gehen
Vertreter aus Politik und Wirtschaft haben zur Stärkung des Jugendschutzes im Internet die Initiative „Sicher online gehen − Kinderschutz im Internet“ gestartet und eine gleichnamige Charta unterzeichnet. (Bildnachweis: pixelio.de, Rainer Sturm)„Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Kinder beim Aufwachsen mit dem Internet sicher sind und sie gute Erfahrungen machen. Kinder sollen die vielfältigen Möglichkeiten des Internets nutzen können, ohne mit schädlichen Inhalten in Kontakt zu kommen“, sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.
Noch messen nicht alle dem Jugendschutz im Internet eine angemessene Bedeutung zu, wie eine BITKOM-Umfrage aus dem vergangenen Jahr zeigt. Dabei gehen Kinder immer früher mit dem eigenen Laptop oder Smartphone ins Internet – ohne die elterliche Aufsicht. Die Jugendschutzinitiative soll Eltern und Kindern gleichermaßen helfen, Online-Risiken zu bannen, die der Entwicklung des Kindes schaden könnten. Viel Unterstützung haben Eltern bisher nicht erhalten: Lediglich zwei Jugendschutzprogramme wurden anerkannt, die auf dem lokalen Rechner installiert werden können. Anwendungen für Smartphones oder Spiele-Konsolen sind bisher nicht zugelassen. Dies soll sich mit der Initiative ändern und mehr Webseitenbetreiber dazu bewegen, ihre Seite zu indizieren.
Familienministerin Schröder mahnte jedoch, dass die Medienerziehung von Kindern nicht mit der Installation einer Software enden darf. Eltern und Lehrer müssten Kindern einen geeigneten Umgang mit den Medien beibringen.
Eltern und Webseitenbetreiber finden unter www.sicher-online-gehen.de umfangreiche Informationen und sind eingeladen, sich am Dialog zum Kinder- und Jugendschutz zu beteiligen.
Quelle: Bundesfamilienministerium, BITKOM
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