Frühwarnsystem gegen Datenspione
Eine im Rahmen des FIDeS-Projektes entwickelte intelligente Firewall zur Abwehr von Datenspionen geht beim Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen in den Praxistest. (Bildnachweis: aboutpixel.de, Michael Grabscheit)Das Projekt FIDeS steht für Frühwarn- und Intrusion Detection System. Es wird auf Basis von kombinierten Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) vom Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen koodiniert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit drei Millionen Euro gefördert. Neben dem TZI sind die nicos AG, das Institut für Internet-Sicherheit, T-Systems, algorithmica technologies GmbH und mobile solution group GmbH am Projekt beteiligt.
Ziel von FIDeS ist die Entwicklung einer lernfähigen Alarmanlage hinter der Firewall, die dank Methoden der KI den zuständigen Administratoren frühzeitig Hinweise auf Abwehr von Angriffen sowie Ratschläge bietet.
Das Assistenzsystem soll dabei nicht nur Angriffe aus dem Internet, sondern auch innerhalb lokaler Netze detektieren. Aus diesem Grund werden nicht nur Protokolle wie HTTP und FTP, sondern auch VoIP- Protokolle oder SOAP integriert. So sollen auch Angriffe von mobilen Endgeräten aufspürbar sein.
Für die Entwicklung von FIDeS standen neben der Frühwarnung die Assistenz bei Sicherheitsvorfällen im Fokus. Hierfür wurde ein breites Spektrum an KI-Methoden eingesetzt, von der deklarativen Wissensrepräsentation über die Generierung von Erklärungen bis hin zur kognitiven Assistenz. Eckpunkte des Assistenzsystems sind beispielsweise Erklärungen eines Angriffs, Prognosen über den Fortgang eines Angriffs sowie eine interaktive Assistenz für die Abwehr von Angriffen. Im Rahmen einer erweiterbaren Datenbank werden den Administratoren darüber hinaus mögliche Angriffe und entsprechende Gegenmaßnahmen an die Hand gegeben.
Quelle: FIDeS, Universität Bremen, Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik
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