Aktionsplan Hightech-Strategie
Die Bundesregierung konkretisiert ihre Hightech-Strategie (HTS) 2020, indem sie zehn Zukunftsprojekte formuliert und damit Forschungs- und Innovationsaktivitäten für besonders zukunftsweisende Technologiefelder bündelt. Im Zeitraum 2012 bis 2015 sollen im Rahmen des Projektes insgesamt bis zu 8,4 Milliarden Euro investiert werden. (Bildnachweis: aboutpixel.de, Andreas Ludwig)„Der HTS-Aktionsplan ist ein wichtiger Meilenstein zur Umsetzung der Hightech-Strategie“, sagt Bundesforschungsministerin Schavan. „Wir haben damit eine strategische Weichenstellung für die nächsten Jahre vorgenommen. Mit den Zukunftsprojekten haben wir zentrale Innovationsvorhaben der Bundesregierung definiert und wichtige Herausforderungen unserer Zukunft in den Mittelpunkt unserer Politik gestellt.“
An den Projekten „Intelligenter Umbau der Energieversorgung“, „Nachhaltige Mobilität“, „Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft“ und „Industrie 4.0“ beteiligt sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Weitere Projekte sind:
- Die CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Stadt
- Nachwachsende Rohstoffe als Alternative zum Öl
- Krankheiten besser therapieren mit individualisierter Medizin
- Mehr Gesundheit durch gezielte Prävention und Ernährung
- Auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben führen
- Sichere Identitäten
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler: „Mit den Zukunftsprojekten stärken wir den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland. Wir geben den Aktivitäten zur Energiewende neue Schubkraft und forcieren die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu holen wir alle Akteure ins Boot: Technologischer Fortschritt, Forschung und Innovation lassen sich nicht von oben diktieren, sondern können nur im Einvernehmen mit Wirtschaft und Wissenschaft erfolgreich umgesetzt werden.“
Der Hightech-Verband BITKOM hat den Aktionsplan begrüßt, mahnt aber weitere Schritte in der Innovationspolitik an. Neben einer engeren Verzahnung von Bildungs- und Fachkräftepolitik zur Flankierung, „damit auch in Zukunft Fachkräfte mit den richtigen Qualifikationen zur Verfügung stehen“, so BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf, wird eine steuerliche Forschungsförderung gefordert. Bei der steuerlichen Förderung können Unternehmen Ausgaben für Forschung und Entwicklung steuermindernd geltend machen, was Deutschland als Innovationsstandort stärkt.
Das Forschungsministerium kündigte an, im Laufe des Jahres erste Umsetzungsforen zu veranstalten, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren zu stärken. Weitere Informationen zu den Zukunftsprojekten finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), BITKOM e.V.
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