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23.01.2012

„Deutsche Netze sind extrem angreifbar“

Hartfrid Wolff, FDP-Innenpolitiker und Mitglied des Gremiums zur Kontrolle der Geheimdienste, räumt gegenüber den Stuttgarter Nachrichten ein, dass Sicherheitslücken in Deutschland bestehen: „Wir sind in Deutschland derart hoch vernetzt, dass die Angreifbarkeit im IT-Bereich extrem stark ist.“ Die verfassungsrechtlich vorgeschriebene Trennung von innerer und äußerer Sicherheit sei zu überdenken, so Wolff. (Bildnachweis: pixelio.de, Gerd Altmann)

Hackerangriffe, wie sie gerade auf israelische Einrichtungen geschehen oder externe Massen-Spam sind in Deutschland denkbar. Wolff fordert daher eine kritische Auseinandersetzung mit den Vorgaben der Verfassung, um effektiv handlungsfähig zu bleiben: „Wir haben mittlerweile im IT-Bereich eine asymmetrische Bedrohungslage, in der die Trennung zwischen staatlicher und terroristischer oder krimineller Bedrohung technisch nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir derart asymmetrischen Bedrohungen gerecht begegnen können, ohne dass die verfassungsrechtlichen Grundpfeiler verschoben werden und alle Schleusen geöffnet werden: Die Herausforderungen der Gegenwart sind nicht im alten Zuständigkeitsdenken zu lösen. Zum Schutz unserer kritischen Infrastrukturen brauchen wir moderne, rechtsstaatliche Herangehensweisen in effektiven Sicherheitsstrukturen.“

Spähsoftware für Landeskriminalämter und Polizei darf der Staat nicht auf dem freien Markt kaufen, hier lautet die Devise des FDP-Politikers "eigene Entwicklung". Qualifiziertes Fachpersonal sei daher dringend gefragt. Auf Anfrage des Abgeordneten Herbert Behrens, Die Linke, bestätigte das Bundesministerium des Innern geplante Neueinstellungen für ein neues „Kompetenzzentrum Informationstechnische Überwachung“ (CC ITÜ). Ein neuer Bundestrojaner ist nur noch eine Frage der Zeit.

Tipp: Vorgehen für mehr IT-Schutz
EMC, ein führender Anbieter von Sicherheits-, Risiko- und Compliance-Management-Lösungen, hat die Empfehlung von 17 Sicherheitsexperten veröffentlicht, wie sich Unternehmen und Regierungseinrichtungen gegen hochentwickelte Sicherheitsbedrohungen schützen können. Im Einzelnen wird beleuchtet, wie Unternehmen Informationen über Sicherheitsbedrohungen gewinnen, mit denen sie Cyber-Attacken besser erkennen, vorhersagen und abwenden können. Hier geht es zu den Tipps.

Quelle: EMC Deutschland GmbH, Stuttgarter Nachrichten, Herbert Behrens



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AGEV nimmt Stellung I

Keine Pflichtversicherung für Selbstständige

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales prüft im Rahmen seines Projektes "Rentendialog" auch die Versicherungspflicht für Selbstständige, um potenzieller Altersarmut vorzubeugen. Gut gemeint, aber teuflisch im Detail.

Die AGEV hat daher diese Stellungnahme an die Beteiligten geschickt und veröffentlicht.



AGEV nimmt Stellung II

GEZ-Novelle

Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird neu geregelt und das bisherige gerätebezogene Abrechnungsmodell auf eine nutzerbezogene Finanzierung umgestellt.

Nach Auffassung der AGEV dürfen kleine Unternehmen in Zukunft nicht stärker belastet werden als bisher und die Administration muss eher einfacher werden. Daher haben wir in der letzten Woche den politischen Gremien eine Stellungnahme übersandt.



Politik antwortet

GEZ-Novelle

Im Interesse ihrer Mitglieder hat die AGEV auf die Nachteile des 15. Rundfunk-änderungsstaatsvertrags aufmerksam gemacht und die Politiker haben geantwortet. Weiterlesen



Vom Vordenker zum Nachdenken

Ressourceneffizienz vervielfachen!

Die größte technische Innovationsgeschichte war die industrielle Revolution: In 150 Jahren wurde die Arbeitsproduktivität etwa verzwanzigfacht. Das hat uns riesigen Wohlstand gebracht, allerdings auch Überkonsum stimuliert.

Das heutige Problem heißt Klimastabilisierung und Ressourcenschonung. Die Antwort darauf könnte heißen: Verzwanzigfachung der Ressourcenproduktivität, mittelfristig vielleicht eine Verfünffachung.

Das kriegen wir aber nur hin, wenn wir von der industriellen Revolution lernen: die Verzwanzigfachung der Arbeitsproduktivität wäre undenkbar gewesen, wenn die Stundenlöhne nicht etwa im gleichen Umfang gestiegen wären. Ressourcen aber wurden 200 Jahre lang immer billiger. Wenn wir Energie und andere Ressourcen jedes Jahr um gerade so viel Prozent teurer machen, wie ihre Produktivität im Vorjahr gestiegen ist, erreichen wir in ca. 40 Jahren die Verfünffachung und in 100 Jahren vielleicht die Verzwanzigfachung. Praktisch alle heute sichtbaren Umwelt- und Klimaprobleme wären gelöst!

Ein Zwischenruf von Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker


Unser Surf-Tipp

Rechner für alle Lebenslagen

Die Seite zinsen-berechnen.de bietet eine Fülle von mächtigen kleinen Rechenprogrammen, die für Kredit- und Rendite-berechnungen aller Art Hilfestellung leisten. Die umfangreiche Werbung nervt etwas, aber abgesehen davon eine sehr nützliche Seite, die für den vielen Unsinn im Netz entschädigt.

 




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