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09.08.2010

Anonymisierte Bewerbung

Über Bewerbungen ohne Namen, Bild oder Alter wollen zwei deutsche Ministerien in Zukunft vakante Stellen besetzen. Mit dieser Maßnahme soll mehr Chancengleichheit geschaffen werden. (Bildnachweis: pixelio.de, S. Hofschlaeger)

Laut Informationen des Tagesspiegels wollen sowohl das Bundesfamilienministerium, als auch das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales in Zukunft mit anonymisierten Bewerbungsunterlagen arbeiten. Dabei sollen Alter, Geschlecht, Familie oder ethnische Wurzeln unkenntlich gemacht werden, damit nur die Qualifikation des Bewerbers für die Einladung zum Gespräch entscheidend ist. Damit sollen allen Bewerbern gleiche Chancen eingeräumt werden, besonders jene, die es bisher auf dem Arbeitsmarkt schwer haben, wie über 50-Jährige oder Migranten.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, hatte bereits früher die anonymisierte Bewerbung gefordert. Sie verwies auf eine Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), nach der allein ein türkischer Nachname die Chancen auf eine Einladung um 14 Prozent senkt, in kleineren Unternehmen sogar um 24 Prozent.

Mit Hilfe der anonymisierten Bewerbung sollte nun allen Bewerbern die Chance eingeräumt werden, durch Persönlichkeit und Qualifikation zu überzeugen. Entsprechende Modellversuche seien bereits in Frankreich, Schweden oder den USA durchgeführt worden und auch in Deutschland werde die ADS eine Expertise in Auftrag geben.

Quelle: ADS, Tagesspiegel, RP-Online



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AGEV nimmt Stellung I

Keine Pflichtversicherung für Selbstständige

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales prüft im Rahmen seines Projektes "Rentendialog" auch die Versicherungspflicht für Selbstständige, um potenzieller Altersarmut vorzubeugen. Gut gemeint, aber teuflisch im Detail.

Die AGEV hat daher diese Stellungnahme an die Beteiligten geschickt und veröffentlicht.



AGEV nimmt Stellung II

GEZ-Novelle

Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird neu geregelt und das bisherige gerätebezogene Abrechnungsmodell auf eine nutzerbezogene Finanzierung umgestellt.

Nach Auffassung der AGEV dürfen kleine Unternehmen in Zukunft nicht stärker belastet werden als bisher und die Administration muss eher einfacher werden. Daher haben wir in der letzten Woche den politischen Gremien eine Stellungnahme übersandt.



Politik antwortet

GEZ-Novelle

Im Interesse ihrer Mitglieder hat die AGEV auf die Nachteile des 15. Rundfunk-änderungsstaatsvertrags aufmerksam gemacht und die Politiker haben geantwortet. Weiterlesen



Vom Vordenker zum Nachdenken

Ressourceneffizienz vervielfachen!

Die größte technische Innovationsgeschichte war die industrielle Revolution: In 150 Jahren wurde die Arbeitsproduktivität etwa verzwanzigfacht. Das hat uns riesigen Wohlstand gebracht, allerdings auch Überkonsum stimuliert.

Das heutige Problem heißt Klimastabilisierung und Ressourcenschonung. Die Antwort darauf könnte heißen: Verzwanzigfachung der Ressourcenproduktivität, mittelfristig vielleicht eine Verfünffachung.

Das kriegen wir aber nur hin, wenn wir von der industriellen Revolution lernen: die Verzwanzigfachung der Arbeitsproduktivität wäre undenkbar gewesen, wenn die Stundenlöhne nicht etwa im gleichen Umfang gestiegen wären. Ressourcen aber wurden 200 Jahre lang immer billiger. Wenn wir Energie und andere Ressourcen jedes Jahr um gerade so viel Prozent teurer machen, wie ihre Produktivität im Vorjahr gestiegen ist, erreichen wir in ca. 40 Jahren die Verfünffachung und in 100 Jahren vielleicht die Verzwanzigfachung. Praktisch alle heute sichtbaren Umwelt- und Klimaprobleme wären gelöst!

Ein Zwischenruf von Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker


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