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15.02.2010

EU-Parlament lehnt SWIFT-Abkommen ab

Das Europäische Parlament hat am 11. Februar 2010 die Vereinbarung über den Transfer von EU-Bankdaten durch den belgischen Finanzdienstleister SWIFT an die USA zurückgewiesen. Gründe hierfür waren Zweifel am Datenschutz, an Verhältnismäßigkeit und Gegenseitigkeit. (Bildnachweis: pixelio.de, Viktor Mildenberger)

Das von EU-Ministerrat und den USA getroffene Abkommen sollte die Übertragung von Bankdaten aus der Europäischen Union an die USA im Sinne der Terrorbekämpfung vereinfachen. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments verwehrten dem Interimsabkommen mit 378 Stimmen gegenüber 196 Gegenstimmen und 31 Enthaltungen ihre Zustimmung und forderten im Gegenzug von Kommission und Rat, die Erarbeitung eines neuen langfristigen Abkommens mit den USA in die Wege zu leiten, welches sowohl den Konditionen des Lissabon-Vertrages, als auch der EU-Charta der Grundrechte gerecht wird.

Die Abgeordneten wiesen nochmals auf die Forderungen des Parlaments vom 17. September 2009 hin, nach denen die Rechte der EU-Bürger hinsichtlich des Schutzes ihrer persönlichen Daten gewahrt werden müssten, diese Daten von den US-amerikanischen Behörden ausschließlich zur Terrorbekämpfung genutzt werden dürften und die übermittelten Daten rechtlich wie innerhalb der Europäischen Union zu handhaben seien.

Parlamentarierin Jeanine Hennis-Plasschaert (ALDE, Niederlande) nennt vor allem die mangelhafte Regelung zur Datensicherung und -speicherung als Grund für die Ablehnung.

Hintergrund für die Neuaushandlung des Abkommens war die Neustrukturierung des Finanzdienstleisters SWIFT, nach der die europäischen Finanzdaten nun in der Schweiz gespeichert werden. Zuvor waren die Daten innereuropäisch und zusätzlich in den USA gespeichert worden.

Der Transfer von Finanzdaten der Europäischen Union an die USA ist jedoch weiterhin im Rahmen eines gegenseitigen Rechtshilfeabkommens möglich.

Quelle: Europäisches Parlament



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AGEV nimmt Stellung I

Keine Pflichtversicherung für Selbstständige

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales prüft im Rahmen seines Projektes "Rentendialog" auch die Versicherungspflicht für Selbstständige, um potenzieller Altersarmut vorzubeugen. Gut gemeint, aber teuflisch im Detail.

Die AGEV hat daher diese Stellungnahme an die Beteiligten geschickt und veröffentlicht.



AGEV nimmt Stellung II

GEZ-Novelle

Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird neu geregelt und das bisherige gerätebezogene Abrechnungsmodell auf eine nutzerbezogene Finanzierung umgestellt.

Nach Auffassung der AGEV dürfen kleine Unternehmen in Zukunft nicht stärker belastet werden als bisher und die Administration muss eher einfacher werden. Daher haben wir in der letzten Woche den politischen Gremien eine Stellungnahme übersandt.



Politik antwortet

GEZ-Novelle

Im Interesse ihrer Mitglieder hat die AGEV auf die Nachteile des 15. Rundfunk-änderungsstaatsvertrags aufmerksam gemacht und die Politiker haben geantwortet. Weiterlesen



Vom Vordenker zum Nachdenken

Ressourceneffizienz vervielfachen!

Die größte technische Innovationsgeschichte war die industrielle Revolution: In 150 Jahren wurde die Arbeitsproduktivität etwa verzwanzigfacht. Das hat uns riesigen Wohlstand gebracht, allerdings auch Überkonsum stimuliert.

Das heutige Problem heißt Klimastabilisierung und Ressourcenschonung. Die Antwort darauf könnte heißen: Verzwanzigfachung der Ressourcenproduktivität, mittelfristig vielleicht eine Verfünffachung.

Das kriegen wir aber nur hin, wenn wir von der industriellen Revolution lernen: die Verzwanzigfachung der Arbeitsproduktivität wäre undenkbar gewesen, wenn die Stundenlöhne nicht etwa im gleichen Umfang gestiegen wären. Ressourcen aber wurden 200 Jahre lang immer billiger. Wenn wir Energie und andere Ressourcen jedes Jahr um gerade so viel Prozent teurer machen, wie ihre Produktivität im Vorjahr gestiegen ist, erreichen wir in ca. 40 Jahren die Verfünffachung und in 100 Jahren vielleicht die Verzwanzigfachung. Praktisch alle heute sichtbaren Umwelt- und Klimaprobleme wären gelöst!

Ein Zwischenruf von Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker


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