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Internetnutzer rücken ins Visier der EU

Eine Aussage der EU-Kommissarin für Handel sorgt für Diskussionen bei Datenschützern. Wird der private Internetzugang der EU-Bürger demnächst überwacht? In Verhandlungen um das geplante Anti-Produktpiraterieabkommen, dem Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA), bestritt die Kommission dies stets. (Bildnachweis: pixelio.de)

Seit längerem sorgt die Tatsache, dass die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union, den USA, Japan und weiteren Ländern unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, für Unruhe und Diskussionen.

Die scheidende Kommissarin für Handel, Benita Ferrero-Waldner, versucht die Befürchtungen von drohenden Sanktionsmaßnahmen zu zerstreuen. Ihre Antwort auf die Anfrage des EU-Parlamentariers Christian Engström von der Piratenpartei sorgte jedoch für noch mehr Diskussionen.

So äußerte die Kommissarin hinsichtlich illegaler Filesharing-Aktivitäten von Internetnutzern, dass hier ein faires und unparteiliches Verfahren geschaffen werden müsse, um den Netzzugang zu sperren. Augenscheinlich soll kein Rechtsverfahren gegen illegale Aktivitäten eingeleitet werden, sondern ein noch nicht genau definiertes Verfahren, denkbar wäre das Three Strikes-Prinzip, zur Anwendung kommen. Verstößt ein User danach drei Mal gegen das Urheberrecht, so wird sein Internetzugang gesperrt.

Laut dem im November 2008 veröffentlichten Fact Sheet zum ACTA will die Kommission nicht den Verbraucher oder dessen Freiheiten einschränken. Das Ziel sei vielmehr, kriminelle Aktivitäten zu bekämpfen.

Auch hier weicht Ferrero-Waldner von der bisherigen Aussage der Kommission ab und redet nun nicht mehr von kriminellen, sondern von illegalen Aktivitäten. Damit überschreitet sie die Grenze hin zum Zivilrecht, hin zum privaten Internetnutzer.

Das Fact Sheet ist online als pdf-Dokument einsehbar, ebenso die Antwort der Kommissarin.



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AGEV magazin online

AGEV-Magazin 6/2010

 

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AGEV-Workshop

"Marken und Patente als Schutzrechte"

Dieser hoch spannende AGEV-Workshop fand am 5.7. ab 19.00 Uhr in Köln statt. Zahlreiche Mitglieder diskutierten engagiert unter der Leitung des Kölner Patentanwaltes Dirk Hübsch über die Fallstricke, vor allem aber über die unternehmerischen Möglichkeiten des europäischen Patentrechts und seiner Ableger.

Weitere Informationen zum Thema und zur Veranstaltung stellen wir im Mitgliederbereich zur Verfügung.

Hier finden Sie die Infos zum Workshop!

 



Erfolgsperspektive Deutschland

Heiße Luft und Klimawandel

Die Erfolgsperspektive Deutschland ist eine Internetinitiative, die mithilfe zahlreicher Statements und Anregungen deutscher Politiker und Verbände Wege zu neuem Denken und innovativen Lösungen aufzeigen will.

Auch die AGEV bringt sich dort mit ihrem Standpunkt zur Stellung der Informations- und Kommunikationstechnologie in Zeiten des Klimawandels ein und präsentiert einen einfachen und viel versprechenden Ansatz, diesen wirksam zu bekämpfen. Lesen Sie hier:  Erfolgsperspektive-Deutschland.de



Tu Gutes und rede drüber

In Deutschland gibt es über 60.000.000 nicht mehr genutzte Handys. Jedes von ihnen verfügt über 32 g Edelmetall, das recyclebar ist. Eine von vielen Sammelstellen, die die Handys diesem Zweck zuführen und obendrein noch mengenabhängig für ökologische Ziele spendet, ist die Telekom mit ihren Geschäftsstellen.



Das Zitat

Wohlstand heißt nicht, viel zu haben, sondern wenig zu benötigen.

Meinhard Miegel

 



Das Wichtigste vorm Letzten

„Wer glaubt, dass exponentielles Wachstum für immer weitergehen kann in einer endlichen Welt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.“

Kenneth Ewart Boulding



Das Letzte

Obama sagt Klimapolitik ab

Die Monate März, April und Mai 2010 waren weltweit jeweils die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen vor 131 Jahren.

Quelle: GA Bonn, 31. Juli 2010




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