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04.06.2012

Umsatzsteuerpflicht bei eBay

Wer kauft oder verkauft nicht ab und zu auf der Internet-Plattform eBay, meist ohne Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass beim Verkauf einer Vielzahl an Gegenständen und dies über Jahre eine Umsatzsteuerpflicht entstehen kann. (Bildnachweis: pixelio.de, Gerd Altmann)

Unter dem Dach einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) veräußerte ein Ehepaar die unterschiedlichsten Gegenstände auf eBay. Mit großem Erfolg kamen Briefmarken, Puppen, Modelleisenbahnen, Software, Porzellan und Teppiche unter den Hammer. Von 2003 bis zum Jahr 2005 erzielte das Paar jährlich rund 25.000 Euro aus dem Verkauf von etwa 350 Teilen. Das Finanzamt verlangte nach einer Prüfung die Umsatzsteuer aus diesen Jahren. Das Ehepaar widersprach und zog vor das Finanzgericht.

Der Bundesfinanzhof entschied nun, dass es angesichts des großen Umfangs der Verkäufe und der erzielten Summe sich nicht mehr um Privatverkäufe handelt. Vielmehr sei das Gesamtbild der Verhältnismäßigkeit zu beurteilen, so die Richter. Die Forderung der Finanzverwaltung sei somit rechtens.

Quelle: Bundesfinanzhof, Urteil vom 26.04.12, V R 2/11



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AGEV nimmt Stellung

Keine Pflichtversicherung für Selbstständige

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales prüft im Rahmen seines Projektes "Rentendialog" auch die Versicherungspflicht für Selbstständige, um potenzieller Altersarmut vorzubeugen. Gut gemeint, aber teuflisch im Detail.

Die AGEV hat daher diese Stellungnahme an die Beteiligten geschickt und veröffentlicht.



Politik antwortet

GEZ-Novelle

Im Interesse ihrer Mitglieder hat die AGEV auf die Nachteile des 15. Rundfunk-änderungsstaatsvertrags aufmerksam gemacht und die Politiker haben geantwortet. Weiterlesen



Vom Vordenker zum Nachdenken

Ressourceneffizienz vervielfachen!

Die größte technische Innovationsgeschichte war die industrielle Revolution: In 150 Jahren wurde die Arbeitsproduktivität etwa verzwanzigfacht. Das hat uns riesigen Wohlstand gebracht, allerdings auch Überkonsum stimuliert.

Das heutige Problem heißt Klimastabilisierung und Ressourcenschonung. Die Antwort darauf könnte heißen: Verzwanzigfachung der Ressourcenproduktivität, mittelfristig vielleicht eine Verfünffachung.

Das kriegen wir aber nur hin, wenn wir von der industriellen Revolution lernen: die Verzwanzigfachung der Arbeitsproduktivität wäre undenkbar gewesen, wenn die Stundenlöhne nicht etwa im gleichen Umfang gestiegen wären. Ressourcen aber wurden 200 Jahre lang immer billiger. Wenn wir Energie und andere Ressourcen jedes Jahr um gerade so viel Prozent teurer machen, wie ihre Produktivität im Vorjahr gestiegen ist, erreichen wir in ca. 40 Jahren die Verfünffachung und in 100 Jahren vielleicht die Verzwanzigfachung. Praktisch alle heute sichtbaren Umwelt- und Klimaprobleme wären gelöst!

Ein Zwischenruf von Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker



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