Suchmaschinenoptimierung für Ihren Online-Shop
Webhoster Verio hat acht Grundregeln für Betreiber von Online-Shops zusammengestellt, damit der eigene Online-Shop noch schneller gefunden wird. (Bildnachweis: pixelio.de, S. Hainz)1. Domain
Grundvoraussetzung für den Start mit einem Online-Shop ist eine eigene Domain. Beim Einsatz mehrerer Domainnamen sollte eine Weiterleitung auf den Shop immer mit dem HTTP-Code 301 erfolgen und beispielsweise nicht mit Javascript oder Meta-Refresh. Nur so ist sichergestellt, dass Suchmaschinen erkennen, dass es sich hier nicht um zwei separate Seiten handelt.
2. Keywords
Die zur Angebotspalette des Shops passenden Keywords sollten nach Möglichkeit gleichmäßig über die Seite verteilt sein. Dabei ist es ideal, wenn einzelne Seiten auf maximal zwei bis drei verschiedene Schlüsselwörter ausgerichtet sind, die dann auch rund zwei bis drei Prozent des gesamten Seitentextes entsprechen. An welcher Stelle sich der gesuchte Begriff auf den Inhaltsseiten befindet, ist dabei nicht von Bedeutung.
3. Sitemap.xml
Bei der Wahl des Hosting-Partners sollte man darauf achten, dass das Erstellen einer XML-Sitemap möglich ist. Diese sollte auch beispielsweise an Google einfach übertragen werden können. Dies stellt sicher, dass alle Seiten bekannt sind und regelmäßig indexiert werden – mehr als 6 Ebenen sollten jedoch keinesfalls verwendet werden, denn mehr analysiert eine Suchmaschine nicht.
4. Tags und Überschriften
Es gibt innerhalb einer HTML-Website bestimmte Tags, die zwar bei einer Browser-Verwendung nicht dargestellt, aber von Suchmaschinen gelesen werden. Da er beispielsweise für Google die wichtigste Informationsquelle für die Frage „Worum geht es in diesem Shop“ ist, sollte der Title-Tag konstant mit Produkt- und Shopnamen gefüllt sein. Bei der Auswahl des Shop-Hosters ist darauf zu achten, dass dies automatisch erfolgt. Der Title-Tag hat idealerweise maximal 65 Zeichen (inklusive Leerzeichen), da der Rest von Google nicht gelesen wird. Es ist zudem sinnvoll, hier auch den Hersteller des jeweiligen Produktes zu nennen.
Auch auf die H-Tags, die Kennzeichnung von Überschriften, sollte geachtet werden. Hier müssen sich Produktnamen ebenso wie -attribute finden, um wichtige Suchbegriffe an für die Suchmaschinen-Analyse relevanten Stellen zu platzieren. Der H1-Tag (Headline) enthält dabei idealerweise den Produktnamen, für Breadcrumbs, den zum Beispiel für Google sehr wichtigen, auf der Seite angezeigten Navigationsverlauf, könnte der H3-Tag eingesetzt werden.
Bei den Meta-Tags hat vor allem die Meta Description Suchmaschinenrelevanz – ideal geeignet für eine Produkt-Kurzbeschreibung, die sich dann zum Beispiel unter dem Suchergebnis bei Google findet. Das Meta-Tag Keyword hingegen wird von Suchmaschinen inzwischen ignoriert.
Nicht zuletzt sollte das Alt-Attribut für Bilder möglichst automatisch mit dem Produktnamen gefüllt werden, da Suchmaschinen nur auf diese Weise registrieren, in welchem Zusammenhang die Abbildung steht.
5. Verlinkung
Von entscheidender Bedeutung sind hier die Backlinks, das heißt Links, die von anderen Seiten auf die eigene verweisen - und zwar nicht nur auf die Startseite, sondern auch direkt zu Produkten und Kategorien. Ein probates Mittel, um eine solche Verlinkung zu erzielen, ist eine Verknüpfung der eigenen Webadresse mit Produkt- und Preisvergleichsportalen oder die Platzierung in gut besuchten Foren oder Blogs, da diese aufgrund ihrer permanent wechselnden Inhalte häufig von Suchmaschinen ausgewertet werden. Eine - allerdings Kosten verursachende - Variante ist zudem die Banner-Werbung. Von einem Eintrag in so genannten Linklisten ist eher abzuraten.
Entscheidend für Links innerhalb der eigenen Seiten ist der Linktext. Das Schlüsselwort, das heißt der relevante Suchbegriff, sollte sich auch im Linktext befinden – mit „Hier klicken“ verbindet eine Suchmaschine nichts. Idealerweise sind die Links in kleinere Texte mit Nennung des Schlüsselwortes eingebettet.
Um die interne Verlinkung zu verbessern, das heißt, zusätzliche inhaltliche Vernetzungen zu realisieren, ist es auch empfehlenswert, das meistens im Shop integrierte Cross-Selling-Feature zu nutzen.
6. URL
So genannte Session-IDs sollten in der URL vermieden werden, da sie bei jedem Webseiten-Besuch neu generiert werden und damit nicht suchmaschinenfreundlich sind. Darüber hinaus gibt es zum Aufbau der URL keine Einschränkungen, sie sollte lediglich eine Gesamtlänge von maximal 100 Zeichen nicht überschreiten. Von Vorteil ist es natürlich, wenn sich im Suchergebnis eine kurze URL und keine kryptische Buchstaben-Zahlen-Kombination findet – sowohl im Hinblick auf die bessere Lesbarkeit für den Suchenden als auch auf die Auffindbarkeit durch Suchmaschinen.
7. Inhalte
Das geschriebene Wort ist nach wie vor das A und O für den Erfolg eines Online-Shops und für die Indexierung durch Suchmaschinen. Dabei muss man allerdings auf eines achten: So genannter Duplicate Content, das heißt doppelte Inhalte, sind unbedingt zu vermeiden. Bereits eine 60-prozentige Inhaltsübereinstimmung wird von Google als Duplicate Content klassifiziert und nicht indexiert. Konkret bedeutet dies: von Herstellern oder Lieferanten angebotene Originaltexte sollten auf der eigenen Website keine Verwendung finden.
Das Motto lautet auch: nicht nur Kategorien sowie Produktseiten listen und darauf achten, dass etwa dreimal pro Woche Änderungen durchgeführt werden. Der Einsatz von Blog, Forum, Newsletter (mit Archiv), Gästebuch, Produktbewertungen durch Kunden und ein FAQ-Bereich helfen dabei. Dadurch merken die Suchmaschinen, dass die Seite lebt und es sich lohnt, sie häufiger aufzusuchen.
Fehlerseiten mögen weder Suchmaschinen noch Kaufinteressenten. Ausverkaufte Produkte sollten daher nicht gelöscht werden, sondern zum Beispiel mit „Produkt nicht mehr erhältlich“ gekennzeichnet und um einen Hinweis mit Link zum Alternativprodukt ergänzt werden, dem auch die Suchmaschine folgen wird.
Nicht zu vergessen ist auch, dass beispielsweise Google Webauftritte mit schnellem Seitenaufbau besser bewertet.
8. Grundsätzliches
Die Suchmaschinenoptimierung ist generell ein komplexes Thema. Bis zu einer sichtbaren Verbesserung der Suchmaschinen-Ergebnisse können durchaus mehrere Wochen vergehen. SEO-Anbieter (Search Engine Optimisation), die ein kurzfristiges Google-Ranking an Position 1 versprechen, sind als nicht seriös einzuordnen. Auf die Umsetzung der Basis-SEO-Elemente sollte allerdings nicht verzichtet werden, denn die Optimierung der eigenen Website mit dem Ziel, „gefunden werden“, ist für den Erfolg eines Online-Shops von ausschlaggebender Bedeutung.
Quelle: VERIO - NTT Europe Online GmbH
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