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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Abschaffung der Abgeltungssteuer

Die Pläne des Finanzministeriums, die Abgeltungsteuer abzuschaffen, müssen aus Sicht der AGEV mit einer massiven Ausweitung des Sparerfreibetrags für Anlagen zur Alterssicherung flankiert werden. Andernfalls befürchten wir eine weitere Verschärfung des Problems der Altersarmut insbesondere für Soloselbstständige, die keiner verpflichtenden Altersversorgung angehören.

In diesem Sinne hat die AGEV eine Forderung zur Modifikation der Steuerpläne an Herrn Dr. Schäuble gestellt. Über die Reaktion des Ministeriums und das weitere Vorgehen werden wir Sie auf agev.de auf dem Laufenden halten.

Unser Schreiben vom 11.01.2016

Abschaffung der Abgeltungsteuer
- hier: Anhebung des Sparerfreibetrags auf 10.000 € / 20.000 € in der Altersversorgung -


Sehr geehrter Herr Bundesminister,

Ihren Vorstoß, die Abgeltungsteuer aus steuersystematischen und verteilungspolitischen Gründen abschaffen zu wollen, begrüßen wir.

Nach Ansicht unserer Arbeitgebervereinigung muss die Änderung allerdings mit einer Anhebung des Sparerfreibetrags auf mindestens 10.000 € (20.000 € für Zusammenveranlagte) für Anlagen mit Altersversorgungscharakter gekoppelt werden. Zur Begründung:

1.    Die Bereitschaft der Deutschen zur privaten Altersversorgung ist angesichts der ungünstigen demographischen Entwicklung und der nicht ausreichenden Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu gering, um ein ausreichendes Einkommen großer Bevölkerungsteile im Alter sicherzustellen. Steuerliche Anreize könnten diese Situation erfahrungsgemäß überproportional verbessern.

2.    Unternehmer und Solo-Selbstständige, die nicht pflichtversichert sind, sind häufig von Altersarmut bedroht, weil viele nach den Erfahrungen unseres Verbandes ihre Einzahlungen in eine private Versorgung immer wieder zurückstellen oder in zu geringer Höhe vornehmen.

3.    Angesichts des andauernden Niedrigzinsumfeldes sind Anlagen in Sachvermögen vonnöten. Seit der Finanzkrise haben viele Menschen jedoch das Vertrauen in das Finanzsystem und das langfristige Sparen eingebüßt. Die Erhöhung des Sparerfreibetrags wäre eine vertrauensbildende Maßnahme insbesondere für junge Menschen, auch Risikoinvestments zu tätigen.

4.    Langfristig wird sich durch die Einbeziehung von Aktieninvestments die Rendite deutscher Vorsorgeportfolios signifikant verbessern und das Volkseinkommen nachhaltig gestärkt.

5.    Koppelt man – wie in unserem Modell - den Freibetrag an den Altersversorgungscharakter der Kapitalanlage, z. B. durch Mindestendalter und / oder Mindestlaufzeiten, entfallen Mitnahmeeffekte für Sparanlagen zu Konsumzwecken. Abwicklungstechnisch könnten solche Anlagen in spezielle „Altersvorsorgedepots“ eingebracht werden, über die frühestens im Alter von 62 Jahren steuerunschädlich verfügt werden dürfte. Rückläufige Einnahmen aus der Kapitalertragsteuer ergäben sich daraus frühestens ab 2030.
Die verpflichtende Aufnahme des Fachs „Wirtschaft“ in den Lehrplan der weiterführenden Schulen könnte dazu beitragen, frühzeitiges und planmäßiges Sparen zu fördern. In Kombination mit einem deutlich erhöhten Sparerfreibetrag würde sie zu einem verstärkten Aufbau von Produktivvermögen, steigendem Volkseinkommen und einer spürbaren Entlastung der Sozialkassen führen. Die AGEV startet daher aktuell eine Initiative „Wirtschaft als Schulfach“.

Die Rückmeldungen unserer Mitglieder zu diesen beiden komplementären Vorstößen sind überaus positiv. Wir bitten Sie daher um Einbeziehung eines ausreichend hohen Sparerfreibetrags für Anlagen mit Altersversorgungscharakter in die Neugestaltung der Besteuerung von Kapitalerträgen.

 

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informativ

Die AGEV gratuliert zu:

"5 Jahre BAGSV": „Die Politik kommt nicht mehr an uns vorbei“

Am 13. Februar 2017 wurde die BAGSV von Andreas Lutz (VGSD) und Victoria Ringleb (AGD) mit dem Ziel gegründet, die Interessen Selbstständiger zu bündeln und kraftvoll zu vertreten. Von der ersten Stunde an war die AGEV mit dabei.

Jetzt, fünf Jahre später, haben es die verantwortlichen Politiker mit einem Zusammenschluss aus über 100.000 Mitgliedern, von denen ein erheblicher Teil zur AGEV gehört, zu tun, den sie nicht mehr ignorieren können, mit dem sie sich an den Tisch setzen müssen. Wie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsverbänden funktioniert, was die konkreten Ziele der BAGSV sind und welche Rolle die frühere Arbeitsministerin Andrea Nahles bei all dem spielte – das verraten die BAGSV-Sprecher Andreas Lutz und Marcus Pohl im Interview mit VGSD-Redakteurin Nadine Luck.


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Berichte vergangener Veranstaltungen

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Die 15. Mitgliederversammlung der Arbeitgebervereinigung für Unternehmen aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e.V. (AGEV) fand am Freitag, dem 27. August 2021, in Bonn statt.

 

 


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Schnell und einfach Energie sparen!

Die spanische Regierung hat wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine „dringende Maßnahmen“ zur Einsparung und zur effizienteren Nutzung von Energie beschlossen. Alle Gebäude des öffentlichen Sektors werden künftig ihre Räumlichkeiten im Sommer auf nicht weniger als 27 Grad abkühlen und im Winter auf höchstens 19 Grad beheizen dürfen. Und das gilt auch für Kaufhäuser, Kinos, Arbeitsstätten, Hotels, Bahnhöfe und Flughäfen. Die Beleuchtung von nicht benutzten Büros, von Schaufenstern und Denkmälern muss außerdem nach 22 Uhr ausgeschaltet und Überprüfungen der Energieeffizienz von bestimmten Gebäuden vorgezogen werden.

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"Weltstar" Taylor Swift hat seit Januar 2022 170 Flüge mit ihrem Privatjet hinter sich, umgerechnet fast einen pro Tag, und das, ohne auf Tournee zu sein.

Allein die Emissionen für diesen Wahnsinn betragen 8.300 Tonnen Treibhausgase – fast das 1.000-fache der jährlichen Emissionen einer einzelnen Person in Deutschland.

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Dummheit schadet nicht immer

"Ich kann es nicht genug betonen: Es gibt nicht genug Menschen!" Elon Musk
 

Wieder einmal ein Beleg dafür, dass auch minderbemittelte Menschen materiell überaus erfolgreich sein können.


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