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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Die AGEV in der bagsv – Altersvorsorgepflicht wird konkret

UPDATE [Okt. 2018]: Gemeinsames Positionspapier online! Seit Anfang 2017 vertritt die AGEV die Interessen ihrer Mitglieder in der „Bundesarbeitsgemeinschaft der Selbstständigenverbände“, einer Plattform von ca. 30 deutschen Selbstständigenverbänden, die dort ihre Kräfte bündeln und die oftmals gleichartigen Ziele gemeinsam verfolgen. 

Nicht zuletzt der bagsv ist es zu verdanken, dass die Koalition die Mindestbeiträge für Selbstständige in der Krankenversicherung abschafft und damit insbesondere Gründern und nebenberuflich Selbstständigen finanzielle Luft verschafft und vielleicht den lang geplanten Einstieg in ihre Altersversorgung ermöglicht. 

Und der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD bietet dafür die idealen Rahmenbedingungen, wenn man ihn für bare Münze nimmt: „Um den sozialen Schutz von Selbstständigen zu verbessern, wollen wir eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbstständigen einführen, die nicht bereits anderweitig obligatorisch … abgesichert sind. Grundsätzlich sollen Selbstständige zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und –als Opt-out-Lösung –anderen geeigneten insolvenzsicheren Vorsorgearten wählen können, …“

Um die Betroffenen an diesem Prozess zu beteiligen, erhalten die Verbände und damit auch die AGEV die Möglichkeit, am 10.9. ihre Position in der Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Soziales der CDU Bundestagsfraktion zu erläutern. Für den gleichen Tag lädt auch der Bundesarbeitsminister zum „Zukunftsdialog Neue Arbeit – Neue Sicherheit“ nach Berlin, um auf mehreren „Dialoginseln“ die unterschiedlichen Aspekte der Arbeit und der Absicherung von Arbeitnehmern und Selbstständigen mit uns zu erarbeiten.

Während das Arbeitsministerium von der These ausgeht, dass die Altersarmutsquote bei Selbstständigen erheblich höher ist als bei Angestellten, kennen wir bei der AGEV eher die umgekehrte Situation: Das Durchschnittshonorar von Selbstständigen in der IT beträgt 83 €, der Jahresumsatz liegt im Schnitt bei 132.000 €. Und die Zukunftsperspektiven werden nach einer Allensbach-Umfrage eher noch besser beurteilt.

Wer hat also Recht? Vermutlich beide. Die Gruppe der Selbstständigen ist extrem heterogen und die Kunst besteht darin, die neue Altersversorgung für alle annehmbar zu gestalten. 
bagsv und AGEV wollen, dass 

  • nur Gründer und Jungunternehmer verpflichtet werden, Vorsorgebeiträge zu leisten, um nicht bestehende Versorgungen zu gefährden,
  • neben der Gesetzlichen Rentenversicherung gleichwertige Opt-out-Modelle anerkannt werden,
  • die Produkte transparent und kostengünstig ausgestattet, digital vertrieben und verwaltet und optional mit Beratung erhältlich sein müssen. 

Beispiele dafür können erfolgversprechende Modelle wie 

  • die Einrichtung von Versorgungswerken, 
  • die konzeptionelle Ausrichtung am schwedischen Staatsfonds, 
  • die in Hessen entwickelte Deutschlandrente oder 
  • insolvenzgesicherte Individualanlagen in ETFs 

sein.
 

Hier herunterladen: Positionspapier zur Altersvorsorgepflicht für alle Selbstständigen


AGEV-Mitglieder, die sich in die Arbeit an der neuen „Selbstständigenrente“ einbringen wollen, sind herzlich eingeladen: Mail an groemping@agev.de genügt.

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informativ

AGEV-Mitgliederversammlung

Die AGEV-Mitgliederversammlung 2019 am 10.5.ist gelaufen. Berichte und Bilder bald hier.

 

 


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

AGEV-Politik

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat heute in der Rheinischen Post angekündigt, dass er gegen Ende dieses Jahres einen „Gesetzesentwurf zur Einbeziehung der Selbstständigen in das System der Alterssicherung“ vorlegen werde und dabei Andeutungen zu seinen Plänen gemacht.


Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Aktuell:

weitere Informationen:  Alle Neuigkeiten zur DSGVO


Da wiehert der Bürokratie-Hengst

Unsinnige Straßenbaubeiträge

In Bielefeld wurden in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich 1,4 Millionen Euro mit dem Straßenbaubeitrag vereinnahmt. Die jährlichen Personalkosten dafür werden mit 780.000 Euro, also 55 %, angegeben. In Essen, so die Lokalpresse, werden sogar zwei Drittel des Beitragsaufkommens für die Erhebung verwendet.

Kann eine Abgabe dann noch sinnvoll sein?

In Hamburg hingegen wurde der Straßenbaubeitrag abgeschafft, weil der bürokratische Aufwand zu hoch war. Gleiches gilt für Berlin, und das ist für die Hauptstadt überhaupt nicht selbstverständlich.

Quelle: BdST


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


Längst berichtet

Die AGEV hat schon vor Jahren auf die nächste globale Umweltkatastrophe aufmerksam gemacht. Die Redaktion "Mittelstandsperspektiven" berichtet am 20.2. über die deutsche Facette der Entwicklung.

Sand entwickelt sich zur Mangelware

Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Laut des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.


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