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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Wirtschaft als Schulfach

Auf den Veranstaltungen unseres Verbandes ist die fehlende Wirtschafts- und Finanzkompetenz von Berufsanfängern eines der meist diskutierten Themen. Ganz offensichtlich reichen die Anstrengungen der letzten Jahre, das Fach als Querschnittsqualifikation in den Lehrplänen zu platzieren, nicht aus.

Wie kommen Preise zustande? Was bedeutet SEPA? Wie funktionieren Kaufverträge, Kreditkarten oder Versicherungen? Was bedeutet Aktiengesellschaft, Börse und Zinseszins? Neben diesen grundlegenden Fragen des Alltags lassen Schüler auch große Unsicherheiten bezüglich ihrer beruflichen Orientierung erkennen. Sie benötigen umfassende Informationen über die richtige Berufs- und Studienwahl. Die stetig wachsende Zahl der Studienabbrecher ist Indiz dafür.

Investitionen in Grundkenntnisse der Finanzen rechnen sich langfristig durch vernünftigen Umgang mit Konsumbedürfnissen und vorausschauender Altersvorsorgeplanung. Nicht zuletzt sind ökonomische Kenntnisse auch Voraussetzung für politische Bildung und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.

Die AGEV fordert daher die Einführung eines „Pflichtfaches Wirtschaft in der Sekundarstufe I“ und hat im Vorfeld der Landtagswahl 2017 die im Landtag vertretenen Parteien um ihre Standpunkte dazu gebeten. Eine eindeutige Reaktion kam von der FDP-Fraktion: Sie will bei einer möglichen Regierungsbeteiligung in der nächsten Legislaturperiode das Fach Wirtschaft an den NRW-Schulen in der Sekundarstufe I verbindlich einführen und stellt sich damit vorbehaltlos hinter die Forderung der AGEV. Modellversuche vor dem Beginn der rot-grünen Koalition hätten ermutigende Resultate gezeigt.

Die Argumentation der FDP-Fraktion deckt sich mit den Erfahrungen aus unserem Verband: Die von den übrigen Parteien bevorzugte fächerübergreifende Umsetzung durch Beimischung von Fragen der Gesundheit, Ernährung, Medienbildung, des Datenschutzes, der Umwelt und sozialen Fragen führt zu einer Verwässerung des Themas.

Die CDU hingegen äußert Bedenken bezüglich der Ausweitung des Fächerkanons respektive der Alternative, ein anderes Fach zu streichen. Allerdings hat sie die Notwendigkeit des Handelns erkannt und die Problemfelder richtig identifiziert.

Die Fraktionen von SPD, Grüne und Piraten haben keine Stellungnahme abgegeben. Für sie scheint der im Kompromiss mit der CDU erreichte Status quo ausreichend oder das Thema nicht vordringlich zu sein.

Ab dem Schuljahr 2018/19:

Wir freuen uns über die Initiative von Finanztip, bei Schülern die Finanzbildung zu verbessern. In bundesweit mehr als 80 Klassen und Kursen wird Finanztip Teil des Unterrichts. Finanztip ist eine gemeinnützige GmbH, mit dem Ziel, die finanzielle Verbraucherbildung zu stärken. Um die Inhalte Kindern und Jugendlichen verständlich zu vermitteln, beteiligen sich Bildungsexperten vom IZOP Institut.

Interessierte Lehrer können sich dem Projekt noch anschließen. Informationen finden sich im Netz unter finanztip.schule

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informativ

Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit. Positionspapier öffnen


Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

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