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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V

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"Pflichfach Wirtschaft": Reaktionen auf den AGEV-Wahlprüfstein

Auf den Veranstaltungen der AGEV ist die fehlende Wirtschafts- und
Finanzkompetenz von Berufsanfängern eines der vieldiskutierten
Themen. Ganz offensichtlich reichen die Anstrengungen der letzten
Jahre, das Fach als Querschnittsqualifi kation in den Lehrplänen zu
platzieren, nicht aus.
 
Wie kommen Preise zustande? Was bedeutet SEPA? Wie funktionie-
ren Kaufverträge, Kreditkarten oder Versicherungen? Was bedeutet
Aktiengesellschaft, Börse und Zinseszins? Neben diesen grundlegen-
den Fragen des Alltags lassen Schüler auch große Unsicherheiten
bezüglich ihrer berufl ichen Orientierung erkennen. Sie benötigen um-
fassende Informationen über die richtige Berufs- und Studienwahl. Die
stetig wachsende Zahl der Studienabbrecher ist Indiz dafür.
 
Investitionen in Grundkenntnisse der Finanzen rechnen sich langfris-
tig durch vernünftigen Umgang mit Konsumbedürfnissen und voraus-
schauender Altersvorsorgeplanung. Nicht zuletzt sind ökonomische
Kenntnisse auch Voraussetzung für politische Bildung und die Über-
nahme gesellschaftlicher Verantwortung.
 
Die AGEV fordert daher die Einführung eines „Pfl ichtfaches Wirtschaft
in der Sekundarstufe I“ und hat im Vorfeld der Landtagswahl die im
Landtag vertretenen Parteien um ihre Standpunkte dazu gebeten. Eine
eindeutige Reaktion kam von der FDP-Fraktion: Sie will bei einer mög-
lichen Regierungsbeteiligung in der nächsten Legislaturperiode das
Fach Wirtschaft an den NRW-Schulen in der Sekundarstufe I verbind-
lich einführen und stellt sich damit vorbehaltlos hinter die Forderung
der AGEV. Modellversuche vor dem Beginn der rot-grünen Koalition
hätten ermutigende Resultate gezeigt.
 
Die Argumentation der FDP-Fraktion deckt sich mit den Erfahrungen
aus unserem Verband: Die von den übrigen Parteien bevorzugte fä-
cherübergreifende Umsetzung durch Beimischung von Fragen der Ge-
sundheit, Ernährung, Medienbildung, des Datenschutzes, der Umwelt
und sozialen Fragen führt zu einer Verwässerung des Themas.
 
Die CDU hingegen äußert Bedenken bezüglich der Ausweitung des
Fächerkanons respektive der Alternative, ein anderes Fach zu strei-
chen. Allerdings hat sie die Notwendigkeit des Handelns erkannt und
die Problemfelder richtig identifi ziert.
 
Die Fraktionen von SPD, Grüne und Piraten haben keine Stellungnahme
abgegeben. Für sie scheint der im Kompromiss mit der CDU erreichte Sta-
tus quo ausreichend oder das Thema nicht vordringlich zu sein.

 

 

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Aktuelles

Solidaritätszuschlag soll weg

Obwohl die Deutschen mehrheitlich gegen Steuersenkungen sind, solange die öffentlichen Haushalte so desaströs verschuldet sind, befürworten sie die Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

62 % sind für die Abschaffung, 16 % dagegen. Die Motive für diese Meinung sind sicher sehr unterschiedlich und hängen vom Wissenstand um die Funktion des Soli ab.

Die AGEV jedenfalls fordert die Abschaffung dieses Zuschlags als einen einfachen und unbürokratischen Einstieg in ein transparenteres Steuerrecht. Ob das in einem Schlag gelingt oder stufenweise angegangen wird, ist eher zweitrangig. Da die Länder bei dieser Steuer nicht mitreden dürfen, sollte der Schritt gelingen.


aktuell

politisch

AGEV-Engagement politisch

Die AGEV ist in unterschiedlichen - für unsere Mitglieder und gesamtgesellschaftlich - relevanten Themenfeldern politisch engagiert. Einzelheiten zu unseren Aktivitäten finden Sie unter Empfehlungen.

Die AGEV ist beim Deutschen Bundestag und als offizielle Interessenvertretung bei den EU-Institutionen akkreditiert. Unsere Ziele: Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie die Schwerpunkte Umweltschutz, Steuergerechtigkeit und Nachhaltigkeit.


persönlich

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Die Zahl

5,2

Erden bräuchten wir, würden wir alle so leben wie ein durchschnittlicher Australier. Das hat das Global Foodprint Network ausgerechnet. Lebten alle Menschen wie Deutsche, bräuchte es 3,2 Erden. Den geringsten globalen Fußabdruck haben Inder: Wären wir alle wie sie, käme die Menschheit sogar mit 0,6 Erden aus.


267

Prozent des EU-Durchschnitts erreichte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf im Jahr 2016 in Luxemburg, ausgedrückt in Kaufkraftstandards. Das zeigen Berechnungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Danach folgten Österreich und Deutschland mit 126 bzw. 123 Prozent. Das niedrigste BIP pro Kopf hatten Kroatien und Bulgarien mit gerade einmal 59 bzw. 48 Prozent des EU-Durchschnitts.


52,5 %

der Sozialversicherungsbeiträge in Deutschland werden vom Arbeitgeber getragen.

 

Quelle: Bundesarbeitsministerium


Maschinensteuer

"Eine Roboter- oder Maschinensteuer ist nicht zielführend. Sie kann dazu führen, dass Unternehmen darauf verzichten, innovative Technologien einzusetzen. Es ist wenig sinnvoll, Innovationen in Ketten zu legen. Besser ist es, die Gewinne der Unternehmen zu besteuern, egal ob sie durch Menschen oder Maschinen erwirtschaftet wurden."

Bundeswirtschaftministerin Brigitte Zypries
Welt am Sonntag, 2.4.2017