EU will kleine modulare Atomreaktoren in Betrieb nehmen

Die Europäische Kommission hat erklärt, dass kleine modulare Atomreaktoren (Small Modular Reactors, SMR) einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten könnten. Die ersten Reaktoren sollen bis 2030 in Betrieb genommen werden.

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Kleine modulare Reaktoren sind zwar mit bereits existierenden Technologien ausgestattet, ihre maximale Leistung beträgt aber rund 300 Megawatt (MW), während die Leistung eines größeren „Standard“-Reaktors 700 bis 1600 MW beträgt. Aufgrund ihrer Größe, Leistung und ihres geringeren Ressourcenbedarfs als Standardreaktoren könnten kleine modulare Reaktoren die Stabilität des Stromnetzes in Ländern mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien gewährleisten. Zu diesem Zweck eignen sie sich als Ersatz für Wärmekraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen wie Kohle betrieben werden.

„Der Einsatz von kleinen modularen Reaktoren wird Europa erhebliche Vorteile bringen: größere Energiesouveränität, weniger CO2-Emissionen, neue Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum“, erklärte Yves Desbazeille, Geschäftsführer des Verbands Nuclear Europe, nach der Ankündigung der Kommission.

EU-Parlament: Breite Unterstützung für kleine Atomreaktoren

Die EU hatte Ende 2023 auch die Atomkraft in die Liste der strategisch wichtigen Technologien innerhalb des neuen Industriegesetzes aufgenommen, dem sogenannten „Net-Zero-Industry Act“. Dadurch wird der Atomkraft eine wichtige Stellung beim Erreichen der Klimaziele eingeräumt.

Quellen: Euractiv