Homeoffice: Weniger Krankheit, mehr Überstunden

7. November 2022


Wer öfter im Homeoffice arbeitet, fehlt seltener aufgrund von Krankheit, macht aber mehr Überstunden. Das geht aus einer Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hervor.

Sogenannte Telearbeiter fehlten im Jahr durchschnittlich 7,9 Tage krankheitsbedingt – Beschäftigte, die nicht von zu Hause arbeiteten, dagegen 12,9 Tage. Auf der anderen Seite geben Beschäftigte im Homeoffice häufiger an, Überstunden zu machen. Das hat die Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mitgeteilt.

Die Bundesregierung begründet die geringeren Krankheitsausfälle damit, dass Beschäftigte mit der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, „häufiger ein hohes berufliches Anforderungsniveau, eine höhere Ausbildung, eine höhere berufliche Stellung und […] deutlich häufiger geistige Tätigkeiten mit Informations- und Kommunikationstechnologien“ ausüben. Sie seien bei Bürotätigkeit seltener hohen physischen Belastungen ausgesetzt. Inwieweit aber Beschäftigte im Homeoffice trotz Krankheit öfter arbeiten – etwa bei Erkältungssymptomen oder Rückenschmerzen – führt der Bericht nicht aus. Die Antwort der Bundesregierung klärt nicht, ob Menschen im Homeoffice tatsächlich öfter krank sind, sondern lediglich, wie häufig sie tatsächlich krankheitsbedingt nicht arbeiten.

Kaum Pausenausfälle im Homeoffice

Kaum einen Unterschied zwischen Homeoffice und Arbeitsstätte gibt es offenbar bei den Pausenzeiten. Knapp über 30 Prozent der Befragten geben an, dass Arbeitspausen häufig ausfallen – sowohl solche in Telearbeit als auch solche, die vor Ort arbeiten. Auch bei den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten gibt es kaum nennenswerte Unterschiede.

Quelle: onlinehändler-news

Bildquelle: pixabay.com

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