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Vodafone vor Übernahme von Unitymedia

Der Mobilfunk- und Internetriese Vodafone hat angekündigt, Unitymedia übernehmen zu wollen. Wird der Deal von den Wettbewerbsbehörden genehmigt, kann das Konsequenzen für Kunden und Konkurrenz bedeuten - positive wie negative.

Sollte das Kartellamt zustimmen, wird Vodafone die Liberty Global-Tochter Unitymedia zu einem Kaufpreis von 18,4 Milliarden Euro übernehmen. Neben viel Kritik gibt es bezüglich der Übernahme auch optimistische Stimmen. So sieht die Monopolkommission, die die Bundesregierung berät, eine große Chance für den Breitbandausbau. Vodafone würde als dann noch mächtigerer Spieler auf dem Breitbandmarkt den Wettbewerb beleben können.

Wettbewerb für Kabel-TV gefährdet

Kritischer sieht die Situation auf dem Kabelmarkt aus. Dort würde Vodafone nach einer Fusion eine derart hohe Reichweite haben, dass Privatsender von einer Zusammenarbeit abhängig wären. Achim Wambach, Vorsitzender der Monopolkommision, sagte dem Handelsblatt dazu: „Es kommt jetzt darauf an, wie schwer für die zuständige Wettbewerbsbehörde die Vorteile auf dem Breitbandmarkt gegenüber den möglichen Nachteilen auf dem Kabelmarkt wiegen.“

Konkurrenz warnt

Warnende Worte kommen von Hans Demmel, Geschäftsführer von N-TV und Vorstandsvorsitzender des Verbands Privater Rundfunk- und Telemedien: „Mit der geplanten Fusion entstünde ein Kabelgigant, der den deutschen TV-Markt dominieren würde. Ohne eine Einigung mit dem neuen Betreiber wäre nämlich kein bisher im Kabel verbreitetes Programm überlebensfähig.“ Auf Seiten der Breitbandkonkurrenz mahnt die Telekom an, dass ein großer Konkurrent entstünde, der nicht der Marktregulierung unterliege und den ländlichen Raum vernachlässigen würde.

Quelle: www.golem.de


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Prozent des EU-Durchschnitts erreichte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf im Jahr 2016 in Luxemburg, ausgedrückt in Kaufkraftstandards. Das zeigen Berechnungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Danach folgten Österreich und Deutschland mit 126 bzw. 123 Prozent. Das niedrigste BIP pro Kopf hatten Kroatien und Bulgarien mit gerade einmal 59 bzw. 48 Prozent des EU-Durchschnitts.