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Facebook kommt nicht zur Ruhe

EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und Datenskandal bremsen das Wachstum von Facebook. Zeitgleich blockiert die chinesische Regierung ein geplantes Innovationszentrum des US-Konzerns. Auf seiner Plattform selbst hat Facebook unterdessen Änderungen angekündigt.

Facebook kämpft mit sinkenden Kursen. Die Aktie des US-Unternehmens ist zwischenzeitlich um 23 Prozent gefallen – ein Verlust von mehr als 100 Milliarden Dollar. Inzwischen hat sich der Kurs bei einem Minus von 16 Prozent eingependelt. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, hat Facebook doch auf den ersten Blick gute Zahlen zu vermelden: 42 Prozent Umsatzsteigerung, weltweit elf Prozent mehr aktive Nutzer. Allerdings: Einerseits bleiben diese Zahlen hinter den Erwartungen zurück, andererseits hat der Social-Media-Riese vor allem in Europa Rückschläge hinnehmen müssen. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer fiel erstmals um eine Millionen, die der täglich aktiven um drei Millionen.

DSGVO zeigt offenbar Wirkung

Auslöser für diese Entwicklung war vermutlich die Kombination aus Datenskandal und DSGVO. Nachdem die Debatte um Cambridge Analytica den Konzern in die Kritik gebracht hatte, musste Facebook seinen Nutzern nun aufgrund der DSGVO sowohl mehr Rechte, als auch Wahlmöglichkeiten zum Datenschutz anbieten. Vielen könnte beim Durchsehen dieser Möglichkeiten bewusst geworden sein, in welchem Umfang das Unternehmen nach wie vor Informationen über seine Nutzer sammeln möchte.

Minderjährige unter 13 Jahren sollen gesperrt werden

Und Facebook ist auch an anderer Stelle in die Defensive geraten. Nach einer Reportage des britischen Senders Channel 4, bei der sich ein Reporter unerkannt als Prüfer hat einstellen lassen, wurde bekannt: Die sogenannten Content Reviewer waren angehalten, bei Minderjährigen Nutzern unter 13 Jahren einfach wegzuschauen. Eigentlich ist die Nutzung des Portals erst ab 13 Jahren erlaubt. Facebook hat die zu jungen Nutzer offenbar absichtlich übersehen und nun angekündigt, diese Vorgehensweise zu ändern. Ein Sprecher bestätigte, dass die Richtlinien für Moderatoren entsprechend geändert worden seien.

China blockiert Innovationszentrum

In China kämpft der Vorstand um Facebook-Gründer Mark Zuckerberg derweil mit anderen Schwierigkeiten. Obwohl Facebook in China regierungsseitig gesperrt worden ist, sollte für 30 Millionen Euro ein Innovationszentrum entstehen. Mit dem Projekt wollte Facebook innovative Ideen, Start-ups und Entwickler unterstützen. Nachdem die regionale Verwaltung bereits ihr Einverständnis gegeben hatte, wurde sie kurze Zeit später von Chinas Cyber-Verwaltung überstimmt. Ein Innovationszentrum, wie Facebook es bereits in Brasilien oder Indien gegründet hat, wird es also zumindest vorerst nicht im Reich der Mitte geben.

Quellen: t3n.de, Heise Online, Süddeutsche.de


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