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5G: Vodafone-Chef für neue Vergabe-Verfahren

Nach zuletzt laut gewordener Kritik am Vergabeverfahren der 5G-Frequenzen äußert sich nun Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter. Er tritt für einheitliche Verfahren in Europa ein und zeigt sich offen für neue Wege bei der Versorgung des ländlichen Raums.

Eine Pflicht zur flächendeckenden Versorgung soll es nach den Plänen der Bundesnetzagentur für Netzbetreiber nicht geben. Die Grünen kritisieren, dass dies im Ergebnis eine Versorgung von nur rund 70 Prozent des Bundesgebietes bedeuten würde. Auch die gewinnorientierte Versteigerung ist immer wieder in der Kritik. Sie führe zu den im europäischen Vergleich sehr hohen Mobilfunkpreisen in Deutschland. Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland, schlägt veränderte Rahmenbedingungen vor und empfiehtl dazu einen Blick nach Finnland. Nur 77,6 Millionen Euro haben dort die drei Netzbetreiber Telia Finland, Elisa und DANN für die Lizenzen an den Staat gezahlt. Der deutsche Fiskus erhielt während der letzten Jahre dagegen rund 60 Milliarden Euro aus Frequenzversteigerungen. „Dafür hätte man eine Menge Masten bauen oder eben günstigere Preise anbieten können - wie die Finnen", erklärt Ametsreiter im Interview mit dem Onlinemagazin t3n.de. Auch deshalb spricht sich der Vodafone-Chef für eine einheitliche Vergabe von Mobilfunkfrequenzen in der Europäischen Union aus. Zudem zeigt er sich offen für eine Zusammenarbeit mit anderen Anbietern in den schlecht versorgten Gebieten auf dem Land. Angesichts fehlender Vorgaben von Seiten der Bundesnetzagentur und dem nur eingeschränkten Vorhaben der Anbieter, eine 5G-Versorgung im ländlichen Raum anzugehen, ist diese Haltung Ametsreiters ein gutes Signal für die betroffenen Bevölkerungsteile. Zwar spricht er sich gegen einen vierten Netzbetreiber aus, der vergleichsweise wenig investieren müsste und betont die Richtigkeit des Wettbewerbsgedankens. Und doch lässt Hannes Ametsreiter zur Versorgung in ländlichen Gebieten wissen: „Wir sind aber hier völlig offen, in den Gebieten, die schwieriger zu versorgen sind, mit allen Betreibern zu kooperieren."

Quelle: golem.de


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