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ECC-Studie: Warum Deutschland bei der Digitalisierung zurückliegt

Digitalen Plattformen gehört die Zukunft. Facebook, Airbnb, Uber oder Netflix sind in kürzerster Zeit enorm gewachsen und verändern die Spielregeln. Deutschland droht hier den Anschluss zu verpassen.

Klassischer TV-Konsum etwa verliert immer mehr Zuschauer an Streaming-Dienste. Die weltweit erfolgreichsten dieser Dienste wie Amazon Prime und Netflix kommen aus den USA. Die deutschen Pendants Maxdome und Sky spielen dagegen international kaum eine Rolle. Ähnlich sieht es bei den Fahrdiensten aus. Uber hat international 75 Millionen registrierte Nutzer in 600 Städten. Bei der deutschen Lösung car2go haben sich dagegen nur drei Millionen Nutzer in 25 Städten registriert.

Eine Ursache ist laut dem Handelsforschungsinstitut ECC Köln das wenig ausgeschöpfte Digitalisierungspotenzial in Deutschland. Außerdem versuchten deutsche Internetunternehmen oftmals, Plattformkonzepte aus den USA und aus Asien einfach zu adaptieren. Das sei aber meist wenig sinnvoll, weil sich Deutschland strukturell von diesen Ländern unterscheide. Besonders schwer hätten es kleine und mittelständische Unternehmen. Sie könnten umsatzbedingt vergleichsweise weniger Investitionen in die Digitalisierung tätigen, so das ECC-Köln. Die Lösung könnte sein, dass sich Unternehmen zusammenschließen oder bestehenden Plattformen anschließen. Im Vorfeld solcher Pläne sei ein umfassendes Verständnis von Plattformen, den handelnden Akteuren sowie Mechanismen und Erfolgsfaktoren unabdingbar, so das ECC-Köln.

Die diesjährige ECC-CLUB-STUDIE liefere dazu erste Einblicke und leite Fragen ab, denen sich deutsche Unternehmen jetzt stellen sollten, damit Deutschland im Plattformzeitalter nicht länger hinterherfährt.

Die Studie kann beim ECC-Köln kostenlos heruntergeladen werden.


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