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Windows 10 unter der Lupe

Microsoft erhält über sein Betriebssystem Windows 10 zahlreiche sowie umfangreiche System- und Nutzungsinformationen. Eine Studie soll klären, ob diese Praxis für Nutzer Sicherheitsrisiken verursacht.

Nach einer ersten Untersuchung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verfügt Windows 10 ab Werk über Telemetriekomponenten, die auf System- und Nutzungsinformationen zugreifen und diese an den Hersteller senden. Obwohl der Nutzer unterschiedliche Telemetrielevel einstellen kann, ordnet der Dienst die vorhandenen Telemetriequellen diesen Levels im laufenden Betrieb dynamisch zu. Hierfür lädt der Dienst mehrmals pro Stunde Konfigurationsdaten nach. Eine Unterbindung ist zwar möglich, laut BSI aber für den einfachen Anwender nur schwer umzusetzen. Zudem können Anwendungen wie der Internet Explorer und Microsoft Office ohne den zentralen Telemetriedienst des Betriebssystems Daten erfassen und an den Hersteller senden.

Um konkrete Empfehlungen auszuarbeiten, prüft das BSI das Betriebssystem „auf Herz und Nieren“, so BSI-Präsident Arne Schönbohm. Weitere Ergebnisse der Studie veröffentlicht das BSI sukzessive. Durchgeführt wird die laufende Studie von der ERNW GmbH aus Heidelberg. Der Untersuchungsgegenstand ist Windows 10 Enterprise LTSC 1607 64bit in deutscher Sprache.

Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)


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