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Smart Living: Altmaier fordert Vorreiterrolle

Auf einer Veranstaltung zur Zukunft des Wohnens fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine Vorreiterrolle Deutschlands. Der Saarländer sieht eine große wirtschaftliche Chance, wenn es gelingt, entscheidende technische Maßstäbe für das zukünftige Smart Living zu setzen.

Sprachassistenten sind auf dem Vormarsch. Die smarten Helfer von Google, Amazon und Co. sind laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom bereits 84 Prozent der Deutschen bekannt. 13 Prozent der Bevölkerung besitzen sogar ein entsprechendes Gerät. Bis zum Jahr 2021 soll laut Biktom ein Viertel der Weltbevölkerung seinen Alltag mit der Unterstützung von Sprachsteuerung bestreiten. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kennt solche Prognosen. Auf einer Veranstaltung zum Thema „Smarte Wohnung“ in Berlin sagte der CDU-Politiker: „In ein oder zwei Jahren sind alle Geräte durch Sprachsteuerung zu bedienen“. Zum Ärger des Ministers stammen jedoch alle konkurrenzfähigen Produkte aus dem Ausland – und das, obwohl die Technologie am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt worden sei. Weil Altmaier das intelligente System hinter Geräten wie Alexa für „die größte Basisinnovation seit Erfindung der Dampfmaschine“ hält, fordert er die Branche auf, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Für Peter Altmaier steht fest, dass sich letztlich ein System durchsetzen werde, dass als Gehirn aller Smarthomes fungieren wird. Weil diese Schlüsselposition noch nicht besetzt ist, wittert er Chancen für die deutsche Wirtschaft. Die laut Altmaier für den Erfolg entscheidende Leitfrage dabei lautet: „Haben wir den Hunger, in diesem neuen Bereich mitzumischen?“

Unterschiedliche Studien zur Beliebtheit von Sprachassistenz

Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Deloitte lässt unterdessen ganz anders in die Zukunft der Sprachassistenten blicken. Mit der „Mobile Consumer Survey“ wollte das Unternehmen herausfinden, wie Siri, Alexa oder Cortana eigentlich genutzt werden. Das Ergebnis: Nicht 84, sondern gerade einmal 39 Prozent der Befragten ist die Sprachsteuerung überhaupt ein Begriff. Nicht mehr als 16 Prozent nutzen entsprechende Software auf ihren mobilen Endgeräten. Zudem geht es den meisten Nutzern eher um eine Spielerei, als um ernsthafte Vereinfachung des Alltags. Der Unterschied zwischen den Studien ist, dass letztgenannte sich nicht auf Geräte wie Alexa fokussiert, sondern auch vorinstallierte Assistenten wie Siri einbezieht. Wohin die Reise gehen könnte, verdeutlichen allerdings die älteren Smartphone-Nutzer: Die Gruppe der über 65-Jährigen nutzt Sprachtools deutlich häufiger als jüngere Menschen. Laut Deloitte fällt ihnen die Steuerung mit der Stimme leichter als die Touch-Bedienung. Die für den Erfolg entscheidende Frage lautet womöglich also nicht, ob in Deutschland genügend Hunger vorhanden ist, sondern wie man dem Nutzer Sprachassistenten schmackhaft macht.

Quellen: t3n.de, Heise Online


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