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Lehrer, Schüler und Eltern wollen digitale Schulen

Eine Studie zur Digitalisierung des Lernens bescheinigt Lehrern, Schülern und deren Eltern eine positive Einstellung zu den Chancen digitaler Lehr- und Lernangebote. An der aktuellen Situation üben die Teilnehmer der Studie jedoch viel Kritik.

Die Lernplattform Duden Lernattack hat eine Studie zur Digitalisierung des Lernens in Auftrag gegeben. Im Rahmen der vom Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführten Untersuchung wurden sowohl Schüler als auch Lehrer und Eltern von Schulkindern zu Chancen und Herausforderungen der Zukunft befragt. Die Mehrheit der Befragten sieht demnach viel Potenzial in der Digitalisierung des Lernens, kritisiert aber wenig überraschend die aktuelle Situation an deutschen Schulen. Vor allem die Ausstattung der Bildungseinrichtungen und die Fachkompetenz des Lehrpersonals ernten viel Kritik. Als wichtig empfinden die Teilnehmer der Studie das Angebot von digital aufbereiteten Lerninhalten (63 Prozent) und die Vorbereitung auf eine digitalisierte Arbeitswelt (58 Prozent). Steffen Biese, Geschäftsführer bei Duden Lernattack, freut sich jedoch, dass die wesentlichen Akteure einer digitalen Wende grundsätzlich positiv gegenüberstehen: „Bei allen Diskussionen um den Digitalpakt wollten wir wissen, was diejenigen denken, die unmittelbar betroffen sind: Lehrer, Schüler und deren Eltern. Wir freuen uns, dass dieses Bildungsdreieck der Digitalisierung des Lernens insgesamt ausgesprochen positiv gegenübersteht.

Viele sind unzufrieden mit Situation an eigenener Schule

Die momentane Situation an deutschen Schulen ist dennoch wenig zufriedenstellend. So bewerten die Studienteilnehmer den Digitalisierungsgrad ihrer eigenen Schule im Schnitt nur mit einer 3,4 auf der Schulnotenskala. Ein Viertel der Befragten vergibt sogar ein „mangelhaft  oder gar „ungenügend. Neben der bereits erwähnten mangelhaften Hardware-Ausstattung und notwendigen Lehrerfortbildungen wünschen sich viele vor allem etwas, das auch ohne neuste technische Geräte umsetzbar wäre: ein Pflichtfach Medienkompetenz. 78 Prozent der Umfrageteilnehmer und sogar 84 Prozent der Lehrer sowie 81 Prozent der Eltern wünschen sich nicht nur berufsvorbereitende, sondern auch generelle Hilfestellungen für junge Menschen beim Umgang mit Medien. Und auch die Schulbuchverlage sind gefragt: Wenngleich das klassische Lehrbuch weiterhin zum Unterricht dazugehören soll, betonen 81 Prozent aller Teilnehmer bzw. 91 Prozent der Lehrer die Relevanz von digital aufbereiteten Lehrmaterialien. Geben die Verlage bisher eine eher geringe Nachfrage nach digitalen Produkten an, könnte sich das Blatt mit dem durch den Digitalpakt steigenden Budget womöglich wenden.

Die ganze Studie finden Sie hier.


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