Mitglieder-Bereich | Newsletter

Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DSGVO: Bitkom zieht Bilanz

Ein Jahr nach Inkrafttreten der neuen europäischen Datenschutz-Grundverordnung zieht der Digitalverband Bitkom ein erstes Fazit. Dieses fällt zwar nicht nur schlecht aus, mahnt jedoch zu mehr Verhältnismäßigkeit.

Im Mai 2018 hat das Europäische Parlament ein neues Datenschutzrecht beschlossen. Ein Jahr später zieht der Branchenverband Bitkom Bilanz – was hat die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bewirkt? Glaubt man Bitkom-Präsident Achim Berg, ist ein insgesamt deutlich erhöhtes Bewusstsein für Datenschutz in der Europäischen Union spürbar. Auch die Tatsache, dass nun EU-weit einheitliche Datenschutzregeln gelten, sieht Berg betont positiv. Die international tätigen Konzerne würden zudem für einen anderen Umgang mit dem Schutz persönlicher Daten auch über die Grenzen der Europäischen Union hinaus sorgen – sei es durch ihre Strahlkraft, oder Verpflichtungen, die für Handelspartner entstehen. Negativ hingegen sei zu beobachten, dass sowohl die Behörden der einzelnen Mitgliedstaaten als auch die Unternehmen das Datenschutzrecht unterschiedlich interpretierten. Für Probleme sorge außerdem der undifferenzierte Umgang mit Betrieben verschiedener Größe und Wirtschaftskraft. „Problematisch für die Wirtschaft ist vor allem, dass die DSGVO keinen Unterschied zwischen einem globalen Konzern und einem Kiez-Handwerker macht. Tatsächlich profitieren große Anbieter sogar stärker von dem einheitlichen Rechtsrahmen als kleinere und mittlere Unternehmen, bei denen der Verwaltungsaufwand stärker zu Buche schlägt“, so Berg. Bei einer Umfrage durch Bitkom Research gaben auch 74 Prozent der Unternehmer an, dass die hohen Datenschutzanforderungen die größte Hürde beim Einsatz neuer Technologien seien – ein Wert, der zuletzt stetig gestiegen ist. „Datenschutzregeln dürfen nicht dazu führen, dass Unternehmen technologisch zurückfallen. […] Letztlich geht es darum, die richtige Balance zwischen Datenschutz einerseits und innovativen, datenbasierten Anwendungen andererseits zu finden“, resümiert Berg.

Quelle: bitkom.org


Schreiben Sie uns!
Vielen Dank für das Weiterempfehlen!

Weitere Artikel zum Thema "IT & Telekommunikation"

Archiv Durchsuchen


informativ

AGEV-Mitgliederversammlung

Die AGEV-Mitgliederversammlung 2019 am 10.5.ist gelaufen. Den Bericht dazu finden Sie im aktuellen AGEV magazin.

 


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

AGEV-Politik

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat heute in der Rheinischen Post angekündigt, dass er gegen Ende dieses Jahres einen „Gesetzesentwurf zur Einbeziehung der Selbstständigen in das System der Alterssicherung“ vorlegen werde und dabei Andeutungen zu seinen Plänen gemacht.


Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Aktuell:

weitere Informationen:  Alle Neuigkeiten zur DSGVO


Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


Längst berichtet

Die AGEV hat schon vor Jahren auf die nächste globale Umweltkatastrophe aufmerksam gemacht. Die Redaktion "Mittelstandsperspektiven" berichtet am 20.2. über die deutsche Facette der Entwicklung.

Sand entwickelt sich zur Mangelware

Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Laut des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.


DienstAGEV

Newsletter "DienstAGEV"

Für alle, die die AGEV-Themen näher kennenlernen und überhaupt immer auf dem Laufenden sein wollen:

Jeden zweiten Dienstag erscheint der AGEV-Newsletter, den Sie hier bestellen können.

Zum Archiv der Editorials des Newsletters