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Kritik an Facebooks Plänen für eine eigene Währung

Facebook dringt in immer mehr Bereiche des Lebens vor. Das nächste Projekt des Internet-Giganten ist eine eigene Digitalwährung. Politiker aus den USA und aus Europa zeigen sich in Anbetracht unregulierter Finanzgeschäfte besorgt.

Der Facebook-Konzern möchte eine neue Währung etablieren. Ähnlich wie der Bitcoin soll die Facebook-Währung „Libra“ auf der Blockchain-Technologie basieren, allerdings ohne die bekannten Kursschwankungen auskommen. Um Verbrauchern mehr Sicherheit zu geben, möchte Facebook seine Digitalwährung an gesetzliche Zahlungsmittel koppeln. 2020 soll die Währung von der eigens für diesen Zweck gegründeten Libra Association auf den Markt gebracht werden und dann vor allem Menschen helfen, die keinen Zugang zum Bankensystem haben. Libra soll weltweit gültig sein und beispielsweise über WhatsApp versendet werden können. Weltweit haben Politiker nun angekündigt, das Projekt von Mark Zuckerberg stoppen zu wollen.

Wird Facebook zu mächtig?

Maxine Waters, Vorsitzende des Finanzausschusses im US-Repräsentantenhaus und Mitglied der Demokratischen Partei, zeigt sich besorgt, da Facebook erneut seinen Einfluss auf das Leben der Menschen steigern wolle. Sie fordert, dass Facebook vorerst Untersuchungen der Behörden abwartet. Die republikanischen Vertreter des Finanzausschusses teilen die Einwände. In Deutschland äußert sich der Grünen-Bundestagsabgeordnete Danyal Bayaz zu den Themen Geldschöpfung, Wechselkurse, Schwarzgeldbekämpfung und Verbraucherschutz: „Die Ausgestaltung darf dazu nicht in die Hände eines privaten Unternehmens gelegt werden, das bisher keiner Finanzaufsicht unterliegt.“ Der französische Finanzminister Bruno Le Maire und EVP-Fraktionsvorsitzender Manfred Weber (CSU) fordern ebenfalls mehr Kontrolle über das US-Unternehmen, das in Zukunft schlicht zu mächtig werden könnte. Viel Zeit bleibt nicht mehr, die Bestrebungen von Facebook entsprechend zu regulieren.

Quelle: t3n.de


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