Mitglieder-Bereich | Newsletter

Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Lehrer kommunizieren gern per Brief oder Telefonat

Wie kommunizieren Lehrkräfte mit den Eltern ihrer Schüler? Um etwas über die Möglichkeiten und praktische Anwendung von digitalen Kommunikationsmitteln im Schulalltag herauszufinden, hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) eine Umfrage unter Lehrern durchgeführt.

Über die Qualität und den Fortschritt deutscher Schulen wird häufig diskutiert. Zuletzt haben vor allem das schlechte Abschneiden bei Digitalthemen und die vermeintliche Lösung des Problems – der Digitalpakt Schule – für Schlagzeilen gesorgt. Eine neue Studie des Digitalverbands Bitkom wirft nun die Frage auf, ob mangelnde Digitalisierung tatsächlich an finanziellen Mitteln oder politischer Umsetzung scheitert - oder schlicht an fehlendem Willen. Die Umfrage unter 503 Lehrern der Sekundarstufe I an Hauptschulen, Schulen mit mehreren Bildungsgängen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Waldorfschulen hat ergeben, dass das beliebteste Kommunikationsmittel zwar die E-Mail ist, das Papier aber weiterhin einen hohen Stellenwert hat und zum Beispiel Messenger-Dienste kaum genutzt werden. 54 Prozent der befragten Lehrkräfte gaben an, Briefe an die Eltern der Schüler zu senden. Acht Prozentpunkte mehr erhält bei der Frage der genutzten Kommunikationsmittel die E-Mail. Messenger wie WhatsApp oder Threema nutzen hingegen nur 23 Prozent, spezielle Online-Plattformen oder Apps wie Moodle werden sogar nur von jedem Achten Lehrer eingesetzt. Dabei gehen Lehrer im Alter von bis zu 30 Jahren zwar etwas häufiger moderne digitale Wege zur Kontaktaufnahme. Doch auch in dieser Altersgruppe geben 42 Prozent an, zum klassischen Brief zu greifen. „Der Schulalltag hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert. Kinder und Jugendliche lernen heute ähnlich wie vor 50 Jahren“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Auch bei der Kommunikation zwischen Lehrkräften und Eltern dominieren klassische Kommunikationsmittel wie Brief und Anruf. Dabei können digitale Medien nicht nur Papier, sondern auch Zeit, Nerven und Geld sparen. Nachrichten im Klassenchat sind schnell getippt, ermöglichen direktes Feedback und einen Austausch auch unter den Eltern.“ Die Verantwortung dafür muss allerdings nicht bei den Lehrern liegen. Viel mehr mangele es häufig an der Ausstattung mit dienstlichen E-Mail-Adressen oder entsprechenden Apps – und damit nicht unbedingt am Geld. Ob allerdings Politik, Rektoren, Lehrkräfte oder vielleicht auch einfach die Eltern den digitalen Kommunikationsweg nicht so sehr wollen, wie beispielsweise der Bitkom es tut, lässt sich aus der Studie nicht ablesen. 


Schreiben Sie uns!
Vielen Dank für das Weiterempfehlen!

Weitere Artikel zum Thema "IT & Telekommunikation"

Archiv Durchsuchen


informativ

AGEV-Mitgliederversammlung

Die AGEV-Mitgliederversammlung 2019 am 10.5. ist gelaufen. Den Bericht dazu finden Sie im  AGEVmagazin (Ausgabe Sommer 2019): zum Archiv

 


13. November 2019


AGEV-Politik

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat heute in der Rheinischen Post angekündigt, dass er gegen Ende dieses Jahres einen „Gesetzesentwurf zur Einbeziehung der Selbstständigen in das System der Alterssicherung“ vorlegen werde und dabei Andeutungen zu seinen Plänen gemacht.


Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Aktuell:

  • Die deutsche Datenschutzkonferenz (DSK) will Apps prüfen, die das Software-Development Kit (SDK) von Facebook nutzen.
  • Recht auf Vergessenwerden: Aus Art. 17 Abs. 1 DSGVO folgt Anspruch auf Unterlassung der Verarbeitung personenbezogener Daten für die Zukunft.
  • Leitlinien zur Datenübertragung im Rahmen von Asset Deals veröffentlicht.

weitere Informationen:  Alle Neuigkeiten zur DSGVO


Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


Längst berichtet

Die AGEV hat schon vor Jahren auf die nächste globale Umweltkatastrophe aufmerksam gemacht. Die Redaktion "Mittelstandsperspektiven" berichtet am 20.2. über die deutsche Facette der Entwicklung.

Sand entwickelt sich zur Mangelware

Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Laut des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.


DienstAGEV

Newsletter "DienstAGEV"

Für alle, die die AGEV-Themen näher kennenlernen und überhaupt immer auf dem Laufenden sein wollen:

Jeden zweiten Dienstag erscheint der AGEV-Newsletter, den Sie hier bestellen können.

Zum Archiv der Editorials des Newsletters