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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Mittelstand durch Cyber-Angriffe bedroht

Die Anzahl der Cyber-Angriffe auf deutsche Unternehmen ist in den letzten Jahren gestiegen, meinen Experten. Der Fall des Juweliers Wempe zeigt, wie anfällig viele Betriebe sind – und wie lukrativ ein Angriff sein kann.

Umgerechnet eine Million Euro verlangten Cyber-Kriminelle in Bitcoins, um den Hamburger Juwelier Wempe wieder Herr seiner eigenen Computersysteme werden zu lassen. Die Mitarbeiter des traditionsreichen Unternehmens konnten keine E-Mails mehr versenden, keine Rechnungen einsehen und überhaupt auf keinerlei Dateien zugreifen. IT-Experten beobachten eine Zunahme solcher Angriffe auf deutsche Unternehmen. So verzeichnet etwa die IT-Sicherheitsfirma Malwarebytes bei entsprechenden Angriffen auf Unternehmen ein Mehr von 500 Prozent. Begründet ist das einerseits in immer intelligenteren Angriffsmöglichkeiten und andererseits schlicht darin, dass es funktioniert. Das jedenfalls sagen Vertreter von speziellen Cyber-Versicherungen.

Mittelstand besonders gefährdet

Problematisch sind solche Angriffe vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen. Zwar passen die Angreifer ihre Forderungen auf die jeweilige Unternehmensgröße an. Ein großer Konzern kann entsprechende finanzielle Ausfälle aber meist verkraften, während Mittelständler sich schnell in ihrer Existenz bedroht sehen. Linus Neumann, Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC) sieht den Mittelstand zudem im Nachteil, weil sich Sicherheitslösungen häufig an Konzerne richten. Der Fall des Juweliers Wempe zeigt erneut, dass viele deutsche Mittelständler sich bei der IT-Sicherheit wohl besser aufstellen müssen – und dafür mitunter Unterstützung gebrauchen könnten.

Quelle: handelsblatt.de


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