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Bitkom kritisiert KI-Strategie der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat ein Jahr nach dem Start der „Strategie Künstliche Intelligenz“ Bilanz gezogen. Vom Digitalverband Bitkom gibt es viel Kritik.

500 Millionen Euro für Künstliche Intelligenz (KI), 62 Prozent mehr Start-up-Gründungen, weltweit 30 neue KI-Professuren für Deutschland, ein Reallabor zur Entwicklung der KI für den nichtpolizeilichen Einsatz zur Gefahrenabwehr – die Bilanz nach einem Jahr „Strategie Künstliche Intelligenz“ liest sich auf den Internetseiten der Bundesregierung beachtlich. „Die kontinuierliche Stärkung der KI-Forschung ist Grundlage für eine erfolgreiche Gesamtentwicklung in Deutschland“, erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) die aktuellen Bemühungen.

Bitkom zeigt sich alarmiert 

Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom, teilt die positive Bilanz der Regierung jedoch nicht. „Die Umsetzung der vor einem Jahr verabschiedeten KI-Strategie der Bundesregierung ist bislang enttäuschend. Die bescheidenen Mittel von 500 Millionen Euro pro Jahr haben bislang noch so gut wie keine Wirkung erzielt“, kritisiert er in einem Statement seines Verbandes. Im Vergleich zu den USA, wo derzeit ein 100-Milliarden-Dollar-Programm zur Weiterentwicklung von KI diskutiert wird, müsse die Bundesregierung sich fragen lassen, ob man sich überhaupt in der richtigen Dimension befindet.

Deutschland muss für Experten attraktiv sein

Außerdem, so glaubt Rohleder, muss eine erfolgreiche KI-Strategie sich vor allem auf zwei Felder fokussieren: autonome Mobilität und individuelle Medizin. Zum Abschluss seiner Einschätzung der aktuellen Situation weist der Bitkom-Geschäftsführer auf die große Herausforderung hin, Menschen nicht nur auszubilden, sondern auch in Deutschland zu halten: „Nichts ist gewonnen, wenn wir mit viel Aufwand KI-Spezialisten ausbilden und die dann in die USA oder nach China gehen. Geschwindigkeit, konsistente Maßnahmen, Konzentration auf die richtigen KI-Themen und Nachhaltigkeit im Handeln, darum muss es künftig gehen.“


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