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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Kritik an Kontaktermittlung bei WhatsApp und Co.

Forscher der TU Darmstadt und der Universität Würzburg haben in einer Studie aufgezeigt, dass über Messenger wie WhatsApp ohne großen Aufwand sensible Nutzerdaten auslesbar sind. Die IT-Forscher fordern die Nutzer auf, die Einstellungen zu überprüfen.

Wer Messengern wie WhatsApp Zugriff auf seine eingespeicherten Telefonnummern gewährt, lädt das Adressbuch meist automatisch auch auf den zugehörigen Server des Anbieters hoch, damit die Synchronisierung erfolgen kann. IT-Forscher warnen nun davor, dass diese Methode die Privatsphäre von mehr als einer Milliarde Nutzern gefährden könnte. Sie fordern WhatsApp und Co. zur Entwicklung alternativer Modelle zur Kontaktermittlung auf. An die Nutzer appellieren die Forscher, sich über entsprechende Datenschutzeinstellungen besser zu schützen.

Für die Studie wurden zehn Prozent aller Handynummern in den USA für WhatsApp und 100 Prozent für Signal abgefragt. Mit wenig Aufwand konnten die Forscher sensible Daten wie Profilbilder, Nutzernamen, Statustexte und die „Zuletzt Online“-Angaben auslesen und sammeln. Die weitere Analyse der Daten ließ so auch Rückschlüsse auf das allgemeine Nutzerverhalten zu.

Privatsphäre-Einstellungen optimieren

Als effektivsten Schutz empfehlen die Forscher, die Privatsphäre-Einstellungen des Messengers so zu optimieren, dass möglichst keine Nutzerinformationen uneingeschränkt zugänglich sind. Bei WhatsApp etwa könnten unter „Account“ und „Datenschutz“ die Sichtbarkeit des Profilbilds, des Infotextes und der „Zuletzt online“-Funktion festgelegt werden. Vor der Einstellung „Jeder“ sollte man absehen, denn sie mache es Fremden besonders einfach, private Informationen abzugreifen. Diese Einstellung ist besser auf „Niemand“ oder „Meine Kontakte“ umzustellen.

Die Forscher haben ihre Erkenntnisse vor der Veröffentlichung mit den Dienstanbietern geteilt. WhatsApp hat daraufhin seine Schutzmaßnahmen dahingehend verbessert, dass großangelegte Angriffe direkt erkannt werden können. Das Risiko hat sich so zwar verringert, die Problematik selbst existiere aber weiterhin, so die Forschergruppen der beiden Universitäten. Sie plädieren deshalb für neue Schutztechniken sowie für das Etablieren eines neuen, sichereren Verfahrens zur Kontaktermittlung.

Quelle: chip.de


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Das Ärgernis

Um den Kauf von Elektrofahrzeugen weiter anzuheizen, hat die Regierungskoalition am 3. Juni 2020 im Zuge des Konjunkturpakets zur Bekämpfung der Corona-Folgen vereinbart, den Kauf der E-Mobile noch stärker zu fördern als ohnehin schon. Zusätzlich zur bestehenden Kaufprämie („Umweltbonus“) von bis zu 3.000 Euro Steuergeld pro Elektroauto wurde eine „Innovationsprämie“ beschlossen, die den staatlichen Förderbetrag – befristet bis Ende 2021 – auf bis zu 6.000 Euro verdoppelt. In den Genuss der neuen Förderung kommen Antragsteller, deren Fahrzeug nach dem 3. Juni – also nach dem Tag nach Bekanntwerden der erhöhten Förderung – zugelassen wurde. Für die zusätzliche Subvention will der Bund insgesamt 2 Mrd. Euro Steuergeld in die Hand nehmen.

Die „Innovationsprämie“ wird allerdings auch dann ausgezahlt, wenn sie gar keine Anreizwirkung mehr entfalten kann – nämlich dann, wenn ein Kunde sein Elektrofahrzeug bereits gekauft hat, bevor er von der neuen Förderung wissen konnte (also vor dem 3. Juni), das Fahrzeug aber erst nach dem 3. Juni zugelassen wurde, weil er beispielsweise länger auf die Auslieferung des Fahrzeugs warten musste. Denn: Entscheidend für die Förderung ist nicht der Kaufzeitpunkt, sondern die Zulassung. Die beabsichtigte Anreizwirkung hat die neue Förderung im beschriebenen Fall also nicht. Sie ist in diesen Fällen lediglich ein unverhofftes Geldgeschenk für den Autokäufer – und, zu allem Überfluss, auch noch durch Staatsschulden finanziert.

Bis zum 20. August sind rund 20.000 Anträge für Fahrzeuge eingegangen , die vor dem Bekanntwerden der neuen Förderung gekauft wurden. Dies sind immerhin rund 60 Prozent aller in diesem Zeitraum gestellten Anträge. Grob überschlagen handelt es sich um eine beantragte Fördersumme von rund 50 Mio. Euro – in rund 3 Monaten. Auch wenn der Anteil der vor dem 3. Juni gekauften Autos schrittweise abnehmen wird, werden bis zum geplanten Auslaufen der erhöhten Förderung Ende 2021 insgesamt viele Millionen Euro ohne Anreizwirkung vergeben worden sein.


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