Mitglieder-Bereich | Newsletter

Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Herausforderung Kundenauthentifizierung

Die sogenannte starke Kundenauthentifizierung gefährdet einer aktuellen Studie zufolge Umsätze im deutschen E-Commerce von bis zu 12,8 Milliarden Euro. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert die Bankenaufsicht und Politik auf, die Folgen für den Handel abzumildern.

Die drohenden Milliardenverluste sind das Ergebnis einer Studie von CMSPI, einer unabhängigen, weltweit führenden Payment-Beratung für den deutschen Markt. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bankenaufsicht BaFin auf, sich für eine Verlängerung der Umsetzungsfrist der europäischen Vorgabe zur Absicherung von Kartenzahlungen im Internet einzusetzen.

„Auch wenn die tatsächlichen Umsatzverluste durch die starke Zwei-Faktor-Authentifizierung geringer sein sollten, weil Verbraucher auf alternative Zahlungsarten wie den Rechnungskauf ausweichen, macht die Studie deutlich, vor welchen Herausforderungen der Onlinehandel steht. Dabei sind die Ursachen nicht nur im Handel zu finden. Viele Banken und Dienstleister haben ihre Systeme noch nicht so umgerüstet, dass Handelsunternehmen die neuen Autorisierungsverfahren ausgiebig testen können. Zudem sind viele Karteninhaber noch nicht informiert und haben sich für das neue Verfahren nicht registriert“, so HDE-Zahlungsexperte Ulrich Binnebößel. Der HDE erwarte zu Jahresbeginn 2021 eine hohe Zahl von Ablehnungen der dann vorgegebenen Autorisierungsanfragen bei Kartenzahlungen und entsprechende Kaufabbrüche.

Der HDE forderte in einem Schreiben an die BaFin einen „geordneten Hochlauf“: „Wir müssen die Kunden zunächst an die starke 2-Faktor-Authentifizierung gewöhnen. Der Vorschlag der BaFin nach einer Staffelung nach Betragshöhen in einem Zeitraum von Januar bis März bietet dabei eine gute Grundlage“, so Binnebößel. Jedoch sollte der Übergangszeitraum ausgedehnt und die Betragshöhe, ab der die Verpflichtung zuschlägt, erhöht werden. „Wenn die gesetzliche Forderung hart ab 1. Januar 2021 greift, gibt es Friktionen, die bislang nicht einschätzbar sind. Kunden wandern zu großen Anbietern ab, wählen eine alternative Zahlart mit höherem Risiko oder verzichten im schlimmsten Fall auf den Einkauf. Bankenaufsicht und Politik haben es in der Hand, die Folgen abzumildern.“

Quelle: Handelsverband Deutschland


Schreiben Sie uns!
Vielen Dank für das Weiterempfehlen!

Weitere Artikel zum Thema "IT & Telekommunikation"

Archiv Durchsuchen


informativ

02.12.2020 - Online -


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

Coronavirus FAQ

Christian Solmecke, bundesweit bekannter Rechtsanwalt und Partner der Kölner Kanzlei WBS und Kooperationspartner der AGEV, beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Themen „Veranstaltungen“, „Was darf der Staat“, „Arbeitsrecht“, „Reisen“ und „Events“.


Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


DienstAGEV

Newsletter "DienstAGEV"

Für alle, die die AGEV-Themen näher kennenlernen und überhaupt immer auf dem Laufenden sein wollen:

Jeden zweiten Dienstag erscheint der AGEV-Newsletter, den Sie hier bestellen können.

Zum Archiv der Editorials des Newsletters