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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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US-Anbieter dürfen bei EU-Cloud mitmachen

Die EU-Cloud Gaia-X soll die digitale Souveränität Europas stärken. Open-Source-Aktivisten sehen dennoch durch US-Kooperationen das ursprüngliche Ziel in Gefahr.

Gaia-X ist ein Produkt europäischer Bemühungen, souveräner und unabhängiger von US-Technologiekonzernen zu werden. Die Bundesregierung hatte Gaia-X stets als Antwort auf die Übermacht der amerikanischen Cloud-Anbieter Amazon, Microsoft und Google angepriesen. Die Macht über Daten in Europa solle „nicht mehr in den Händen einiger weniger internationaler Konzerne liegen“, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek vor einem Jahr bei der Vorstellung der Initiative.

Die Nachricht, dass Google, Microsoft und Amazon bei Gaia-X mitmachen, kam deshalb für viele überraschend. Im November verkündeten die drei, dass sie zu den Gründungsmitgliedern der Gaia-X Foundation AISBL gehören. Auf einer Gaia-X-Konferenz erhielten die drei Konzerne zudem mehr Redezeit als viele Vertreter von europäischen Providern und Community-Arbeitsgruppen. Ohne Zugriff auf die neueste Technik werde die europäische Wirtschaft stagnieren, warnte Microsoft-Manager Casper Klynge auf der Konferenz. Die Botschaft: Lässt Europa die US-Clouds links liegen, wird es wirtschaftlich abgehängt.

Europa im Zentrum

Aus Sicht der Gaia-X-Stiftung stellt ihre Organisationsstruktur jedoch sicher, dass die Europäer stets das Heft in der Hand halten, trotz der Beteiligung amerikanischer und asiatischer Konzerne. Nur Mitglieder mit Hauptsitz in der EU dürften Kandidaten für den Vorstand vorschlagen, erklärte ein Sprecher. Und nur der Vorstand dürfe Mitglieder der Gremien ernennen, die über technische Standards sowie die Regeln für den geplanten Online-Katalog von Gaia-X-Diensten entscheiden.

Quelle: heise online


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