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Deutschland braucht mehr Blockchain-Startups

Blockchain gilt als wichtige Zukunftstechnologie. In Deutschland steckt die Technologie jedoch noch in einer Nische fest. Das zeigt eine neue Studienreihe des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Eine Blockchain ist – vereinfacht gesagt – eine Datenbank, die nicht auf einem großen, zentralen Server liegt, sondern auf vielen Rechnern verteilt. Das bekannteste Anwendungsgebiet von Blockchain sind Digitalwährungen wie Bitcoin, die zuletzt mit Kurssprüngen für Schlagzeilen sorgten. Doch auch in der Industrie 4.0, in der Logistik oder im Gesundheitswesen wird die Technologie immer wichtiger, weil sie eine dezentrale und sichere Buchhaltung verspricht.

In Deutschland sind Startups, die Blockchain zu ihrem Geschäftsmodell gemacht haben, noch immer die Ausnahme. 275 Unternehmen arbeiten hierzulande mit Blockchain, wie die IW-Studienreihe auf Basis einer Auswertung der Tech-Datenbank „Crunchbase“ zeigt. Das ist zwar – absolut betrachtet – mehr als in jedem anderen EU-Land, im Verhältnis zur erwerbsfähigen Bevölkerung liegt Deutschland mit nur 4,4 Firmen je 1.000.000 Beschäftigten allerdings weit hinten, das Startup-freundliche Estland sowie Malta liegen vorne.

Mangelndes Risikokapital

Ein Grund für die karge deutsche Blockchain-Landschaft ist der schlechte Zugang zu Risikokapital, der nicht nur Blockchain-Firmen, sondern alle Startups betrifft. In Deutschland wurden 2019 nur 0,06 Prozent des BIP an Risikokapital bereitgestellt – im Vergleich zu anderen OECD-Ländern liegt Deutschland damit nur im unteren Mittelfeld. „Beim Thema Startups und Venture Capital sollte Deutschland von Israel und Estland lernen, um in dieser wichtigen Technologie den Anschluss nicht zu verlieren“, sagt IW-Finanzmarktexperte Markus Demary.

Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft (IW)


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