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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Chipmangel trifft zahlreiche Branchen

Egal, ob Fritzbox-Router oder Apple-Tablets – der Chipmangel trifft immer mehr Branchen. Halbleiterhersteller rechnen damit, dass es noch bis ins nächste Jahr Engpässe geben wird. Die Kunden bestellen mehr als die Fabriken produzieren können.

Wenn selbst der größte Kunde der Chipbranche nicht mehr ausreichend bedient wird, dann zeigt das: Die Lage ist ernst. Sogar Apple fehlen inzwischen die Halbleiter, um seine Tablets und Notebooks zu bestücken, ist im Handelsblatt-Artikel vom 10. Mai zu lesen. „Bevor sich die Situation entspannt, wird alles noch viel schlimmer“, warnt darin Forrester-Analyst Glenn O’Donnell. Weltweit stehen seit Monaten Autofabriken still, weil die elektronischen Bauelemente fehlen. Die Lieferengpässe betreffen aber längst nicht mehr nur die Fahrzeughersteller. Auch viele andere Branchen spüren den Mangel. Die Liste der Betroffenen reicht vom Fritzbox-Hersteller AVM über den Mobilfunk-Ausrüster Nokia bis zum Motorsägen-Hersteller Stihl.

Zudem sitzen zahllose weniger bekannte Firmen auf dem Trockenen. Experte O’Donnell: „Wenn Apple 100 Millionen Chips kauft und ein Spielwarenhersteller nur 10.000 abnimmt: Raten Sie mal, wer dann zuerst beliefert wird.“ Noch bekommen die Konsumenten davon wenig mit. Media-Saturn, Europas größte Elektronik-Kette, verzeichnet nach eigenen Angaben momentan weder Lieferausfälle noch höhere Preise. Das könnte sich im Herbst ändern, fürchtet O’Donnell: „Wir werden leere Regale sehen.“

Fritzbox-Hersteller beklagt „hochvolatile“ Lage

Der Elektronikhersteller AVM, bekannt für seine Fritzbox-Router, spricht von einer „hochvolatilen“ Lage. So kassierten einige Chiplieferanten ihre Zusagen, um anschließend doch zu liefern, allerdings in reduzierter Menge. „Wir müssen jonglieren“, heißt es bei dem Berliner Unternehmen. Die Nachfrage nach Routern ist derzeit groß, da viele Nutzer zu Hause aufrüsten. „Es findet ein Kampf statt“, sagt Pekka Lundmark, Chef des Mobilfunk-Ausrüsters Nokia. Der finnische Konzern sowie dessen schwedischer Rivale Ericsson gehören zu den großen Kunden der Chipindustrie. Momentan rüsten sie die Netze mit dem neuen Standard der fünften Generation auf. Das könnte sich aber verzögern, denn Lundmark rechnet damit, dass er bis 2023 um die Halbleiter zittern muss.

Quelle: Handelsblatt


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