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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Starthilfe für Europas Microlauncher

Der Markt für Kleinsatelliten boomt. Microlauncher-Raketen können die neue Generation der Kommunikations- und Erdbeobachtungstechnologie in die Erdumlaufbahn bringen. Die Beratung Roland Berger empfiehlt Europa, schnell zu handeln, um im Markt noch mitmischen zu können.

Entgegen der allgemeinen Vorstellung handelt es sich bei den allermeisten Satelliten, die die Erde umkreisen, nicht um fahrzeuggroße Flugkörper mit flügelartigen Sonnenkollektoren. In der Regel haben sie eher die Größe eines Schuhkartons und sind lediglich mit einer Kamera und einem Sender ausgestattet. Diese Kleinsatelliten bewegen sich normalerweise zwischen 200 und 2.000 Kilometern über der Erde. Eine derart geringe Entfernung ermöglicht äußerst schnelle Kommunikationsverbindungen (zum Beispiel für den Internetzugang in entlegenen Gebieten) oder auch die Aufnahme sehr präziser Bilder (für Navigationssysteme).

Noch steckt der Sektor der Kleinsatelliten in den Kinderschuhen, wie der Report „Lift-off“ der Unternehmensberatung Roland Berger offenlegt. Zum Beispiel verfügen die meisten der beteiligten Unternehmen noch nicht über ein robustes Geschäftsmodell. Als eines der größten Hindernisse erweist sich allerdings ein Bottleneck bei den Satellitenstarts. Die Anzahl und der Zeitplan derzeitig verfügbarer Startsysteme – meist herkömmliche, große Trägerraketen – ist äußerst begrenzt. Die Lösung liefern spezielle Trägerraketen für Kleinsatelliten, die sogenannten Microlauncher. Um in diesem Markt noch mitmischen zu können, müsse Europa schnell handeln, so die Empfehlung der Unternehmensberatung. Insgesamt wurden seit den frühen 2000er Jahren weltweit mehr als 100 Microlauncher-Projekte ins Leben gerufen. 23 Prozent davon entfallen auf Europa, 33 Prozent auf Asien und 44 Prozent auf die USA, die damit den Markt dominieren.

Das nötige Umfeld schaffen

Trotz der genannten Investitionen und Aktivitäten auf dem Gebiet, geht Roland Berger davon aus, dass die meisten Microlauncher-Projekte wegen einer zu geringen Nachfrage am Markt wieder aufgegeben werden. Die Berater rechnen damit, dass sich in den nächsten zehn Jahren fünf bis sieben Microlaunch-Anbieter etablieren werden und äußert sich zuversichtlich, dass zumindest ein europäisches Unternehmen dabei sein wird. Wenn Europa eine souveräne Kompetenz auf dem Gebiet der Microlauncher entwickeln wolle, müssten die Interessengruppen aus dem öffentlichen und privaten Sektor mitziehen, um das nötige Umfeld zu schaffen, so ihre Schlussfolgerung.

Mehr zum Thema lesen Sie im Report „Lift-off“ der Unternehmensberatung Roland Berger.


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