Mitglieder-Bereich | Newsletter

Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Streit über Transport von Daten

Inhalteanbieter und Telekommunikationsanbieter streiten, wer die Kosten der Netze zu tragen hat. Vergangene Woche kam es zum Schlagabtausch mit Branchenvertretern in Berlin.

Als Wiederauflage der Netzneutralitätsdiskussion von 2012 kritisierten Mitglieder der IP-Adressverwaltung RIPE (Réseaux IP Européens) aktuelle Ideen von EU-Kommission und großen Telekommunikationsanbietern, nicht nur bei Nutzern, sondern auch bei großen Plattformen für den Transport von Datenverkehr zu kassieren. Die Telekommunikationsanbieter wollen Inhalteanbieter nach dem „Verursacherprinzip“ für den Ausbau der Glasfaser- und 5G-Netze in Anspruch nehmen. Beim RIPE84-Treffen in Berlin vergangene Woche kam es zum Schlagabtausch mit einer Vertreterin des Verbands European Telecommunications Network Operators (ETNO).

Fairer Ausgleich für Ausbaukosten gefordert

ETNO hatte mit einem Anfang Mai veröffentlichten Papier die Debatte über einen Kostenausgleich zwischen den klassischen Telekommunikationsanbieter und den großen Plattformen angefacht. Die Kommissare Thierry Breton und Margarethe Vestager hatten angekündigt, den Anbietern durch Regulierung unter die Arme zu greifen. Das Europäische Parlament zeigte sich gerade skeptisch.

Beim Treffen der "Cooperation Arbeitsgruppe" des RIPE, die sich um regulatorische Entwicklungen kümmert, setzte sich Maarit Plaovirta, Senior Director Regulatory Affairs bei ETNO, auf den heißen Stuhl und warb für einen "fairen Ausgleich bei den Kosten" für den Aufbau von Gigabit-Gesellschaft und das Aufbauen von 5G-Netzen. Die ETNO-Mitglieder hätten in den vergangenen zehn Jahren 500 Milliarden Euro in den Netzausbau gesteckt, so die Klage. Die großen Inhalteplattformen hätten Gewinne abgeschöpft, ohne in angemessenem Verhältnis Kosten zu übernehmen. Es bestehe eine finanzielle Schieflage, erläuterte Plaovirta. Der Deutschland-Chef von Telefonica, Klaus Haas, wiederholte dieses Mantra bei der just gestarteten Konferenz Digital Life Design des Burda Verlags in München.

Quelle: heise.de


Schreiben Sie uns!
Vielen Dank für das Weiterempfehlen!

Weitere Artikel zum Thema "IT & Telekommunikation"

Archiv Durchsuchen


informativ

Die AGEV gratuliert zu:

"5 Jahre BAGSV": „Die Politik kommt nicht mehr an uns vorbei“

Am 13. Februar 2017 wurde die BAGSV von Andreas Lutz (VGSD) und Victoria Ringleb (AGD) mit dem Ziel gegründet, die Interessen Selbstständiger zu bündeln und kraftvoll zu vertreten. Von der ersten Stunde an war die AGEV mit dabei.

Jetzt, fünf Jahre später, haben es die verantwortlichen Politiker mit einem Zusammenschluss aus über 100.000 Mitgliedern, von denen ein erheblicher Teil zur AGEV gehört, zu tun, den sie nicht mehr ignorieren können, mit dem sie sich an den Tisch setzen müssen. Wie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsverbänden funktioniert, was die konkreten Ziele der BAGSV sind und welche Rolle die frühere Arbeitsministerin Andrea Nahles bei all dem spielte – das verraten die BAGSV-Sprecher Andreas Lutz und Marcus Pohl im Interview mit VGSD-Redakteurin Nadine Luck.


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

AGEV-Mitgliederversammlung

Die 15. Mitgliederversammlung der Arbeitgebervereinigung für Unternehmen aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e.V. (AGEV) fand am Freitag, dem 27. August 2021, in Bonn statt.

 

 


Die gute Nachricht

Schnell und einfach Energie sparen!

Die spanische Regierung hat wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine „dringende Maßnahmen“ zur Einsparung und zur effizienteren Nutzung von Energie beschlossen. Alle Gebäude des öffentlichen Sektors werden künftig ihre Räumlichkeiten im Sommer auf nicht weniger als 27 Grad abkühlen und im Winter auf höchstens 19 Grad beheizen dürfen. Und das gilt auch für Kaufhäuser, Kinos, Arbeitsstätten, Hotels, Bahnhöfe und Flughäfen. Die Beleuchtung von nicht benutzten Büros, von Schaufenstern und Denkmälern muss außerdem nach 22 Uhr ausgeschaltet und Überprüfungen der Energieeffizienz von bestimmten Gebäuden vorgezogen werden.

Ob Deutschland das auch so schnell und reibungslos schafft?

 


Das Letzte

170 Flüge

"Weltstar" Taylor Swift hat seit Januar 2022 170 Flüge mit ihrem Privatjet hinter sich, umgerechnet fast einen pro Tag, und das, ohne auf Tournee zu sein.

Allein die Emissionen für diesen Wahnsinn betragen 8.300 Tonnen Treibhausgase – fast das 1.000-fache der jährlichen Emissionen einer einzelnen Person in Deutschland.

Quelle: Washington Post 


Das Allerletzte

Dummheit schadet nicht immer

"Ich kann es nicht genug betonen: Es gibt nicht genug Menschen!" Elon Musk
 

Wieder einmal ein Beleg dafür, dass auch minderbemittelte Menschen materiell überaus erfolgreich sein können.


DienstAGEV

Newsletter "DienstAGEV"

Für alle, die die AGEV-Themen näher kennenlernen und überhaupt immer auf dem Laufenden sein wollen:

Jeden zweiten Dienstag erscheint der AGEV-Newsletter, den Sie hier bestellen können.

Zum Archiv der Editorials des Newsletters