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Mittelstand kritisiert Brückenteilzeit

Der Gesetzesentwurf zur Einführung der Brückenteilzeit könnte vor allem kleinere und mittlere Unternehmen in Deutschland vor Probleme stellen. Vorgesehen ist eine optionale Arbeitszeitverkürzung für ein bis fünf Jahre.

Das von der Bundesregierung geplante Gesetz zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts sieht die Einführung einer Brückenteilzeit vor. Konkret bedeutet das, dass jeder Arbeitnehmer nach mindestens sechs Monaten Betriebszugehörigkeit seine wöchentliche Arbeitszeit für einen Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren verringern kann. Ausgenommen von der Regelung sind Unternehmen mit weniger als 45 Mitarbeitern. Für Unternehmen, die zwischen 46 und 200 Personen beschäftigen, soll eine Zumutbarkeitsgrenze eingeführt werden. Demnach darf in einem solchen Fall nur einer von 15 Mitarbeitern die Brückenteilzeit in Anspruch nehmen.

Ein Sprecher der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) kritisiert die erschwerte Personalplanung, die das Gesetz mit sich brächte. Der Mittelstandsverbund mahnt an, dass Großkonzerne den Ausfall auf Zeit zwar meist leicht kompensieren könnten. Gerade der Mittelstand stehe jedoch vor immensen Herausforderungen. Einerseits gäbe es im Betrieb häufig nicht viele Mitarbeiter, die den fehlenden Kollegen auch fachlich ersetzen könnten. Zudem würde sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt noch schwieriger als bisher gestalten, wenn Unternehmen hochqualifizierten Facharbeitern eine Teilzeitanstellung anböten.

Quelle: Deutsche Mittelstands Nachrichten


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Prozent des EU-Durchschnitts erreichte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf im Jahr 2016 in Luxemburg, ausgedrückt in Kaufkraftstandards. Das zeigen Berechnungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Danach folgten Österreich und Deutschland mit 126 bzw. 123 Prozent. Das niedrigste BIP pro Kopf hatten Kroatien und Bulgarien mit gerade einmal 59 bzw. 48 Prozent des EU-Durchschnitts.