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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Neue Kriterien für den Mittelstand

Das EU-Parlament möchte neu festlegen, wann ein Unternehmen zum Mittelstand gehört. Eine Änderung der 15 Jahre alten Kriterien soll Inflation und gestiegener Produktivität Rechnung tragen.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bekommen in Europa von staatlicher Seite einige Vorteile eingeräumt. Die bürokratischen Hürden sind oft geringer und die Teilnahme an Förderprogrammen ist häufig speziell für kleine und mittlere Unternehmen vorgesehen. In die Kategorie der KMU fallen zurzeit jene Unternehmen mit unter 250 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von maximal 50 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro.

Wirtschaft fordert neue Kriterien

Die deutsche Wirtschaft begrüßt die Tatsache, dass das EU-Parlament mit einem nun gefassten Beschluss die Kommission auffordert, die KMU-Definition anzupassen und den Mittelstand so zu vergrößern. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert jedoch nicht nur deutliche Erhöhungen bei den quantitativen Kriterien, sondern ebenfalls die Berücksichtigung qualitativer Gesichtspunkte wie Eigentum, Führung und Kontrolle.

„MidCaps“ für Unternehmen nah am Schwellenwert

Wie hoch die neuen Zahlen bezüglich Mitarbeiter, Umsatz und Bilanz sein werden, ist noch offen. Laut Koalitionsvertrag erachtet die Bundesregierung eine Ausweitung auf Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern als sinnvoll – eine Zahl, mit der auch der BDI gut leben könnte. Unabhängig von den konkreten Zahlen der neuen KMU-Definition hat das europäische Parlament die Kommission aufgefordert, sogenannte „MidCaps“ einzuführen – eine eigene Kategorie für Unternehmen, die knapp über den Grenzwerten liegen und mit der neuen Einordnung ebenfalls leichteren Zugang zu Fördermitteln erhalten sollen.

Quelle: Digitaler Mittelstand


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Prozent des EU-Durchschnitts erreichte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf im Jahr 2016 in Luxemburg, ausgedrückt in Kaufkraftstandards. Das zeigen Berechnungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Danach folgten Österreich und Deutschland mit 126 bzw. 123 Prozent. Das niedrigste BIP pro Kopf hatten Kroatien und Bulgarien mit gerade einmal 59 bzw. 48 Prozent des EU-Durchschnitts.