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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Merkel: Keine prekäre Beschäftigung durch Digitalisierung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Teile ihres Kabinetts haben sich in Meseberg anlässlich des neunten „Zukunftsgesprächs“ mit Vertretern aus Wirtschaft und Gewerkschaften getroffen. Thema waren unter anderem die Herausforderungen des digitalen Wandels für die Arbeitswelt.

Die Thematisierung der Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt gehört zweifelsohne zu einem Format, das sich „Zukunftsgespräch“ nennt. Politiker aller drei Regierungsparteien haben an dem Treffen teilgenommen und klare Ziele formuliert. Bundeskanzlerin Merkel verwies auf die Chancen des Arbeitsmarktes der Zukunft, warnte aber auch vor Gefahren. Das Crowdworking beispielswiese, also die Auslagerung bestimmter Arbeitsprozesse an freiwillige Smartphone- bzw. Internetnutzer auf Entschädigungsbasis, dürfe nicht aus dem Land verbannt werden. Gleichzeitig müsse jedoch darauf geachtet werden, dass diesem Trend nicht sämtliche Regeln der Arbeitswelt zum Opfer fallen. So forderte die Bundeskanzlerin, dass die Digitalisierung nicht zu prekären Arbeitsverhältnissen führen dürfe. Auch Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz (SPD) mahnte an, soziale Rechte nicht unter dem Vorwand der Technologisierung einzustampfen. Die Sicherheit von Jobs dürfe nicht infrage gestellt werden.

Wirtschaft und Gewerkschaften auf einer Linie

Während Reiner Hoffmann, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), eine optimistische Haltung an den Tag legte und vor allem die Chancen des Wandels betonte, stützte ihn der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, und bekräftigte die Notwendigkeit von entsprechender (Weiter-)Bildung in allen Altersstufen. Nur so könne garantiert werden, das am Ende dann auch tatsächlich die Vorteile überwiegen. Diese Ansicht herrscht offenbar auch in der Bundesregierung vor. So kündigte Angela Merkel an, noch im September ein Gesetz auf den Weg bringen zu wollen, durch das mehr Menschen von ihrem jeweiligen Jobcenter Weiterbildungen vermittelt bekommen könnten, die sie auf digitale Herausforderungen vorbereiten.

Einigkeit zwischen Gewerkschaften und Wirtschaftsvertretern bestand überdies auch beim Thema Rechtsextremismus. Einerseits passten Fremdenfeindlichkeit und Hass nicht in unsere offene Gesellschaft, andererseits sei diese Offenheit auch für den Erfolg der Wirtschaft maßgeblich.

Quelle: Heise Online


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