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Forderung: Arbeitslosengeld für Selbstständige koppeln

Relativ wenige Selbstständige versichern sich gegen Arbeitslosigkeit. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt ein Grund darin, dass die Beiträge von der Höhe des Anspruchs auf Arbeitslosengeld entkoppelt sind.

Das IAB untersuchte die Gründe, warum die Zahl der Selbstständigen, die in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, seit Jahren sinkt. Die Arbeitslosenversicherung steht Selbstständigen offen, wenn sie vor der Gründung sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder Arbeitslosengeld-Bezieher waren. Versicherte in Ostdeutschland bezahlen einen Pauschalbetrag von 80 Euro, in Westdeutschland zahlt man zehn Euro mehr. 

Meldet sich der Selbstständige arbeitslos, berechnet die Versicherung das Arbeitslosengeld auf unterschiedliche Weise. War der Versicherte in den letzten zwei Jahren vor Beginn der Arbeitslosigkeit mindestens 150 Tage versicherungspflichtig beschäftigt, berechnet sich das Arbeitslosengeld anhand des früheren Einkommens. Sonst legt die Versicherung ein fiktives Arbeitsentgelt je nach Bildungsstand und Familienverhältnissen des Selbstständigen zugrunde. Dadurch kann das monatliche Arbeitslosengeld zwischen 850 Euro und 1.500 Euro schwanken.

Diese Ungleichbehandlung bei gleichem Beitrag seien nicht gerechtfertigt, so IAB-Forscher Michael Oberfichtner. Er schlägt vor, die Beiträge an die Höhe des möglichen Arbeitslosengeld-Anspruchs zu koppeln.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
 


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