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Bezahlsysteme: Europa im Griff von USA und China

Bei modernen Online-Bezahldiensten hinkt Europa hinterher. Der Markt wird von der amerikanischen und chinesischen Konkurrenz dominiert. Eine Abhängigkeit droht, die die Bundesbank verhindern möchte.

Der ehemalige Europaabgeordnete und neue Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz wünscht sich eine europäische Lösung im Zahlungsverkehr. Der Markt wird derzeit vor allem von Unternehmen aus den USA und China kontrolliert, die massiv auf den europäischen Markt drängen. „Wir sollten als Europäer eine Situation verhindern, in der wir nur noch zwischen amerikanischen oder chinesischen Bezahlsystemen wählen können“, sagte Balz gegenüber dem Handelsblatt. Denn die Gefahr bestehe, dass sich nur ein Unternehmen durchsetzt. Europa solle sich positionieren und eine eigene Lösung entwickeln.

Von nationalen Alleingängen hält Balz nicht viel. So hätten die deutschen Banken mit Paydirekt einen überschaubar erfolgreichen Paypal-Konkurrenten etabliert. Daher ist es laut Balz wichtig, die Kräfte in den Kernmärkten Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien zu bündeln. Dass die Zentralbanken in den Mitgliedsstaaten selbst eine Zahlungsverkehrsplattform aufbauen, lehnt er aber entschieden ab. Balz möchte nur einen Anstoß geben und die Moderatorenrolle zwischen Banken und Zahlungsdienstleister einnehmen. 

Quelle: Deutsche Bundesbank, Handelsblatt


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