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Grüne wollen Vernichtung von Paket-Retouren verbieten

Viele im Onlinehandel gekaufte Waren werden zurückgeschickt und dann vernichtet. Das wollen die Grünen den Händlern jetzt verbieten.

Für die meisten im Versandhandel gekauften Waren gilt: Die Käufer können diese laut Gesetz ohne Angabe von Gründen kostenlos zurückschicken. Das hat dazu geführt, dass viele Konsumenten zum Beispiel von Schuhen gleich zehn Paare bestellen und die restlichen oder sogar alle bei Nichtgefallen wieder zurückschicken. Insgesamt wird bereits jedes sechste im Internet bestellte Paket wieder zurückgeschickt. Bei Kleidung sogar fast die Hälfte, Tendenz steigend. Im Jahr 2018 wurden fast eine halbe Milliarde Pakete Retour geschickt.

Was für die wachsende Zahl der Onlinekäufer sehr bequem ist, verursacht enorme Probleme. Die Ware wird hin- und hergefahren und geht oftmals gar nicht mehr in den Verkauf, sondern wird vernichtet. Das möchte die Fraktionschefin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, jetzt ändern.

Göring-Eckardt stellte deshalb kürzlich einen Drei-Punkte-Plan vor. Demnach soll dem Onlinehandel erstens verboten werden, neuwertige Produkte, die zurückkommen, zu vernichten. Zweitens sollen zurückgeschickte Produkte, die nicht mehr in den Verkauf können, verschenkt werden, zum Beispiel über Sozialkaufhäuser. Drittens müssten die Rohstoffe zurück in den Wertstoffkreislauf.

Die Frage ist allerdings, ob damit an der richtigen Stelle angesetzt wird. Denn verantwortlich für die vielen Rücksendungen ist letztlich die Tatsache, dass es den Verbrauchern so einfach gemacht wird. Die Rücksendungen einzudämmen wäre ganz einfach. Der Gesetzgeber müsste die Gesetze so ändern, dass der Rücksender an den Kosten beteiligt wird. Dann würde sich jeder überlegen, ob er wirklich jede Menge Artikel auf gut Glück bestellt. Das wird aber wohl kein Politiker vorschlagen, denn einmal zugestandene Konsumentenrechte wieder einzuschränken, wäre unpopulär.


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