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BDI kritisiert OECD-Steuerpläne

Der Bundesverband der Deutschen Industrie kritisiert Forderungen der OECD, nach denen es künftig eine globale Digitalsteuer geben soll.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) möchte das weltweite Steuersystem reformieren. In Zukunft soll ein Unternehmen nicht mehr primär dort Steuern zahlen, wo es seinen Sitz hat, sondern in jedem Land entsprechend der Marktanteile zur Kasse gebeten werden. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) kritisiert den Vorstoß und warnt vor möglichen Folgen.

„Durch die OECD-Vorschläge für eine Besteuerung der Digitalisierung der Wirtschaft drohen weitreichende negative Konsequenzen für deutsche Unternehmen und den deutschen Fiskus“, heißt es von BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Der BDI spricht sich jedoch nicht gegen eine gewisse Vereinheitlichung aus, sondern explizit dafür, appelliert jedoch, ein solches System weltweit identisch und gleichzeitig umzusetzen.  

Die Abkehr von aktuellen Prinzipien, nach denen Steuern erhoben werden, möchte der BDI jedoch nicht infrage gestellt wissen. „Vielmehr sollten grundlegende Prinzipien des internationalen Steuerrechts wie das Betriebsstättenprinzip und die Besteuerung am Ort der Wertschöpfung beibehalten und mit Blick auf die Digitalisierung von Geschäftsmodellen lediglich modifiziert werden“, spricht sich Lang gegen eine Kernforderung der OECD aus.

Quelle: BDI


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