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Debatte über Datenschutz für Kinder

Dorothee Bär möchte persönliche Daten von Kindern im Internet stärker schützen. Die FDP und Digitalverbände sehen dafür keinen Bedarf und üben Kritik.

„Die Nutzung von persönlichen Daten von Kindern und Jugendlichen zu Werbezwecken oder für die Erstellung von Persönlichkeits- oder Nutzerprofilen muss klar und eindeutig verboten sein“, sagt Dorothee Bär gegenüber dem Handelsblatt. Damit schlägt die Staatsministerin für Digialisierung einen ähnlichen Ton an wie jüngst der Bundesverband der Verbraucherzentralen, der das „besondere Schutzbedürfnis von Kindern“ mit Blick auf die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) betont hatte.

Alexander Rabe, Geschäftsführer des Verbands der Internetwirtschaft (eco) plädiert stattdessen für mehr Aufklärung, die „junge Internetnutzerinnen und -nutzer zu einem verantwortungsbewussten und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Diensten befähigen“. Die FDP steht Verboten im Internet generell kritisch gegenüber. „Sie sind kaum durchsetzbar und führen meistens zu Ausweichbewegungen“, sagt etwa der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Frank Sitta dem Handelsblatt. Außerdem hätten viele Plattformen ohnehin schon mit kindergerechten Versionen ihrer Produkte reagiert.

Dem pflichtet Marco Junk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) bei. Junk sieht den Schlüssel zum Schutze der Kinder vor allem in ethischem Bewusstsein, das die meisten Firmen aktuell bereits beweisen würden: „Erfreulicherweise zeigt eine BVDW-Studie aus September, dass Ethik bereits in einem Großteil der Digitalunternehmen einen hohen Stellenwert hat.“ Außerdem, da sind sich eco und FDP einig, obliege die Verantwortung für die Daten von Kindern vor allem den Eltern.


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