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Bundesbank-Chef gegen „E-Euro“

Der Präsident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann widerspricht dem Präsidenten des Bankenverbandes. Dieser hatte die Einführung eines elektronischen Euros gefordert. Weidmann mahnt nun zur Vorsicht vor solch einem Schritt.

Über Facebooks Pläne einer eigenen Digitalwährung, die Schwierigkeiten bei der Umsetzung und die Forderung deutscher Banker nach einem digitalen Euro wurde an dieser Stelle bereits berichtet. Nun hat sich Bundesbank-Chef Jens Weidmann zu dem Thema geäußert und vor einer vorschnellen Einführung eines E-Euros gewarnt. Anstelle der Forderung der Banker präferiert er eine marktwirtschaftliche Lösung, warnt aber insbesondere vor überstürzten Handlungen.

„Ich halte nichts davon, immer gleich nach dem Staat zu rufen. In einer Marktwirtschaft ist es zunächst an den Unternehmen, für Kundenwünsche ein entsprechendes Angebot zu entwickeln“, so Weidmann im Interview mit dem Handelsblatt. Außerdem mahnt der Volkswirt, man müsse sich zuerst ein klareres Bild über Chanen und Risiken einer solchen Währung verschaffen. „Abhängig von der Ausgestaltung würden die Kunden womöglich in großem Stil von Bankguthaben in digitales Zentralbankgeld umschichten und den Banken eine wichtige Finanzierungsquelle entziehen. Auch die Gefahr eines Bankruns in einer Krisensituation könnte steigen“, so der Chef der Bundesbank.

Quelle: heise online


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