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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Sonderabgabe im Onlinehandel

Die Unionsfraktion im Bundestag will den Onlinehandel mit einer Sonderabgabe belasten. Dem Onlinehandel ausgerechnet jetzt eine Sonderabgabe aufzuerlegen, sei nicht nur unangemessen, sondern kontraproduktiv, kritisiert der Digitalverband Bitkom.

Viele Ladengeschäfte – auch solche in Innenstädten – hätten sich in den vergangenen Monaten ein zweites Standbein im Onlinehandel aufgebaut, sei es über den Verkauf im eigenen Webshop oder über große Plattformen wie Amazon, Zalando und Co. Zugleich würden viele Onlineshops mit Click and Collect eine Vor-Ort-Abholung anbieten. Einerseits würden Händler aufgefordert, stärker in digitale Geschäftsmodelle zu investieren und erhielten dafür Fördermittel. Andererseits sollten sie künftig mit einer Sonderabgabe für ihre Digitalisierung bestraft werden, konstatiert der Bitkom. Völlig unklar sei, wie mit Händlern mit Sitz außerhalb Deutschlands verfahren werden soll und wie eine solche Regelung EU-rechtskonform umgesetzt werden kann.

Onlinehandel unverzichtbar

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder erklärt zur geplanten Abgabe: „Der Vorschlag einer Sonderabgabe für den Onlinehandel bestraft Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen und scheint seltsam aus der Zeit gefallen. Der Onlinehandel ist gerade im Lockdown unverzichtbar, um Kontakte zu reduzieren und gleichzeitig die Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Er nimmt auch darüber hinaus schon seit Jahren eine zentrale Versorgungsfunktion in Deutschland ein. 83 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren kaufen online ein, das sind 57 Millionen Menschen. Er ist insbesondere für diejenigen unverzichtbar geworden, die auf dem Land leben oder mobil eingeschränkt sind. Zugleich zeichnet sich der Onlinehandel durch eine große Verbraucherfreundlichkeit aus: Rückgabebedingungen und -fristen sind meist sehr großzügig, die Online-Bewertungen anderer Kunden schaffen eine große Transparenz.“

Quelle: Bitkom


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