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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Noch keinen Datenschutzbeauftragten?

Nur rund jedes dritte meldepflichtige Unternehmen vermeldete bisher einen Datenschutzbeauftragten. Alle anderen sollten möglichst schnell handeln, da die Behörden DSGVO-Verstöße sukzessiv aufarbeiten.

Seit Inkrafttreten der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) im Mai sind 30 Prozent der Unternehmen ihrer Meldepflicht zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten nachgekommen. Dies geht aus einer Umfrage unter den 16 Länderbehörden hervor. Dabei müssen Unternehmen nicht nur einen Datenschutzbeauftragten bei der Aufsichtsbehörde melden, sondern auch seine Kontaktdaten auf der Webseite veröffentlichen. Unternehmer sollten sich vergewissern, ob sie von der Meldepflicht betroffen sind, da Behörden ihr Personal aufgestockt haben und die DSGVO-Umsetzung verstärkt nachprüfen.

René Rautenberg, Geschäftsführer der ER Secure GmbH, geht davon aus, dass viele Unternehmen nicht wissen, ob sie einen Datenschutzbeauftragten benötigen. Die Datenschutz-Grundverordnung führt nämlich unterschiedliche Voraussetzungen an, wann ein Beauftragter bestimmt werden muss. Wann welche Vorgabe für welches Unternehmen oder welche Unternehmensgröße gilt, verunsichert so manche Geschäftsleitung. 

Es existiert jedoch eine Art Faustformel. Sie lautet: Unternehmen müssen einen Datenschutzbeauftragten bestellen, wenn mindestens zehn Mitarbeiter unabhängig von ihrem Beschäftigungsverhältnis regelmäßig mit personenrelevanten Daten zu tun haben. Zu beachten gilt: Unabhängig von ihrer Mitarbeiterzahl brauchen laut Artikel 37 der DSGVO alle Firmen einen Datenschutzbeauftragten, in denen personenbezogene Daten automatisiert verarbeitet werden. Rautenberg empfiehlt eine individuelle Prüfung, da es eine Pauschalantwort nicht gibt, ob ein Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten braucht.

Quelle: ER Secure GmbH


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