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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Mittelstand unterschätzt Datendiebstahl

Eine Studie zur Cybersicherheit in deutschen Unternehmen zeigt, dass Spionage, Datendiebstahl und Geheimnisverrat unterschätzt werden. Gerade Mittelständler sind sich demnach der lauernden Gefahr oft nicht bewusst.

Die Polizei, das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht sowie das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung haben sich mit der Datensicherheit in deutschen Unternehmen beschäftigt. Eine Umfrage unter 583 Unternehmen und die Auswertung von 713 Strafakten haben ergeben, dass jeder zweite Mittelständler in seinem Unternehmen bereits Datenklau, Spionage oder Geheimnisverrat erlebt oder vermutet hat. Die Methoden werden dabei offenbar immer moderner und professioneller. Neben gestohlenen oder kopierten USB-Sticks oder Aktenordnern, werden inzwischen sogar Drohnen eingesetzt, um sensible Einblicke zu erhalten. Zudem sind weiterhin Cyberkriminelle auf dem Vormarsch, deren Aktivitäten Betroffene häufig erst nach acht oder neun Monaten bemerken, wie Werner Heyer vom Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg sagt. Als besonders gefährlich schätzen die Experten jedoch nicht die Täter ein, die das Unternehmen von außen angreifen.

Eigene Mitarbeiter als potenzielles Risiko

Ein großes Risiko gehe stattdessen von den eigenen Mitarbeitern aus. So mahnt Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK): Beim Schutz vor Datendiebstahl konzentrieren sich viele einseitig auf mögliche Hackerangriffe von außen. Besonderes Augenmerk sollte jedoch auch den eigenen Mitarbeitern gelten. Einfache Maßnahmen wie die regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen oder die Verschlüsselung von E-Mails könnten da schon helfen. Wenig hilfreich hingegen ist, dass die meisten Fälle straffrei enden. Einerseits werfen die Autoren der Studie gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen vor, das Feld der Cybersicherheit zu unterschätzen. Andererseits jedoch weisen sie darauf hin, dass auch ein drohender Imageschaden oder fehlende Ressourcen häufige Gründe für nicht gestellte Strafanzeigen seien. Weil die Situation zudem durch eine komplizierte rechtliche Situation erschwert werde, fordert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Stelle eines Wirtschaftsschutzbeauftragten, der die Koordination der Sicherheitsbehörden verbessert.

Quelle: Heise Online


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