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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Neue Masche im Online-Handel

Bei Ebay bieten unbekannte Händler Ware an, die sie gar nicht besitzen. Kauft jemand ein Produkt, wird das Paket von einem Amazon-Händler, der dieselbe Ware günstiger anbietet, direkt zum Kunden geleitet. Der Zwischenhändler profitiert von der Differenz.

Der Wettbewerb um die Gunst der Kunden ist gerade im Onlinehandel unerbittlich. Dabei orientieren sich viele Konsumenten vor allem am günstigsten Preis. Weil jedoch nicht jeder immer den Bestpreis im Blick hat, bereichern sich Unbekannte ohne großen Aufwand an dem Verkauf fremder Ware. Die neue Masche, über die onlinehaendler-news.de dieser Tage berichtet hat, funktioniert so: Ein zumeist nicht verifizierter Ebay-Händler bietet die Ware eines Amazon-Verkäufers an – zu einem höheren Preis. Schlägt ein Kunde zu, wird ein Bestellprozess bei Amazon ausgelöst. Die Ware wird nun vom Amazon-Händler direkt zum Kunden verschickt, während der vermeintliche Händler auf Ebay die Differenz einstreicht. Dem ehrlichen Händler entsteht also kein direkter finanzieller Schaden. Auf den Service des unerwünschten Zwischenhändlers kann aber kein Einfluss genommen werden. Zudem könnten Kunden den Eindruck gewinnen, der Hersteller böte bestimmte Ware auf verschiedenen Kanälen zu teils überteuerten Preisen an. Weil teilweise das Sortiment samt Produktfotos und Artikelbeschreibung kopiert worden ist, könnten Bots hinter dem System stecken.


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