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Öffentliche Hotspots weiterhin ein Sicherheitsrisiko

Immer wieder sorgen Sicherheitslücken bei der Nutzung öffentlicher Hotspots für Schlagzeilen. Nach KRACK treibt derzeit „Collection #1“ mit Datenklau sein Unwesen. Hersteller und Anbieter sind gefragt, um möglichst viele Nutzer zu schützen.

Mit der Entdeckung von KRACK schien kein WLAN-Netzwerk mehr sicher zu sein. Mittlerweile sind die meisten Netzwerke, Geräte und damit deren Nutzer dank diverser Updates wieder vor KRACKs (Key Reinstallation Attacks) geschützt. Vor allem öffentliche Hotspots können jedoch weiterhin zu einem Sicherheitsrisiko werden.

Nur wenige Nutzer schützen sich selbst vor Angriffen und Schadprogrammen

Während man daheim weitgehend kontrollieren kann, wie sicher der Zugang ins Internet über den eigenen Router ist, herrscht in nicht-privaten WLAN-Hotspots auch heute noch – unabhängig von KRACK – die Gefahr, dass der Datenverkehr von Hackern abgehört oder sogar Malware etwa auf dem Handy installiert wird. Schadprogramme für mobile Geräte können beispielsweise das Telefon sperren und eine Bezahlung für das Entsperren fordern. Andere Programme greifen auf private Daten zu oder versenden Premium-SMS auf Kosten des Smartphone-Besitzers, der davon häufig zunächst nichts mitbekommt.

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky empfehlen deshalb unter anderem, durch den Einsatz eines Virtual Private Networks (VPN) bei Verbindungen zu öffentlichen WLANs einen privaten Tunnel zu nutzen, der alle Daten verschlüsselt, bevor er sie über das Netzwerk überträgt. So werden laut Kaspersky Cyberkriminelle, die sich womöglich im Netzwerk befinden, daran gehindert, Daten abzufangen. „Die Herausforderung ist, auch ganz normale User zu schützen, die mitunter wenig von Technik verstehen und eher nicht von sich aus derartige Maßnahmen ergreifen“, sagt Oliver Hüttig, Vorstand des Software- und Beratungsunternehmens Cocus. „Große Teile der Bevölkerung kann man letztlich nur schützen, indem die Hersteller sowie die Anbieter von öffentlichen Hotspots auf generelle Sicherheitsmaßnahmen und -lösungen setzen“, betont Oliver Hüttig.

In Kooperation mit Vodafone hat Cocus beispielsweise mit Secure Net Wifi einen Rundumschutz für die Nutzung von öffentlichen Hotspots entwickelt. Mit der Sicherheitslösung werden mobile internetfähige Endgeräte von Vodafone-Kunden auch in öffentlichen Hotspots vor Viren, gefährlichen Dateien und schädlichen Webseiten geschützt. Auch hier wird im WLAN-Modus eine gesicherte Verbindung zum Endgerät des Kunden per VPN hergestellt – mit dem Unterschied, dass der Kunde hier nicht selbst aktiv werden muss. „Über diese Verbindung laufen alle Daten“ erklärt Oliver Hüttig. Neben Vodafone setzen auch immer mehr andere Anbieter auf ähnliche Lösungen. Ein neuer Fall wie KRACK lässt sich zwar auch damit nicht hundertprozentig ausschließen. Allerdings wird es für Kriminelle so deutlich schwieriger, erfolgreich zu agieren.

Quelle: silicon.de

 


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